UEFA sperrt Benficas Prestianni: Rassismus-Eklat gegen Vini Jr. hat Konsequenzen

Gianluca Prestianni hat nach dem Skandal rund um das Champions-League-Duell zwischen Benfica und Real Madrid die Quittung bekommen. Der 20-jährige Argentinier wurde von der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA für insgesamt sechs Spiele gesperrt, nachdem er Vinicius Jr. rassistisch beleidigte und verbal völlig die Kontrolle verlor.
Rassismus-Eklat hat mehrere Spiele Sperre zur Folge
Ein Spiel Sperre hat Gianluca Prestianni bereits während des Rückspiels in Madrid abgesessen. Drei weitere Spiele werden auf Bewährung ausgesetzt, die zwei Jahre läuft. Prestianni fehlt Benfica Lissabon somit effektiv nur noch zwei Partien.
Die UEFA wirft ihm konkret jedoch homophobes Verhalten vor und nicht Rassismus im klassischen Sinne. Prestianni selbst hatte Mitte April erklärt, Vinicius Junior nicht als Affe beschimpft zu haben. Er erklärte, dass es sich um Beleidigungen handelte, die in Argentinien zwar verwendet werden, aber nichts mit rassistischen oder homophoben Anfeindungen zu tun hätten.
WM-Teilnahme in Gefahr
Der brisanteste Teil des Urteils der UEFA gegen Prestianni ist allerdings der letzte Satz im Protokoll. Die FIFA wird aufgefordert, die Sperre weltweit auszuweiten und somit auch auf Länderspiele. Dies würde bedeuten, dass Prestianni bei einer möglichen WM-Nominierung mindestens die ersten beiden Gruppenspiele gesperrt verpassen müsste.
Nationalcoach Lionel Scaloni dürfte einen gesperrten Spieler kaum in seinen WM-Kader für die kommende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 berufen. Prestianni hatte im November sein A-Länderspieldebüt für den amtierenden Weltmeister Argentinien gefeiert, in den jüngsten Spielen gegen Mauretanien und Sambia aber trotz Nominierung keine Einsatzzeit bekommen.



