VfB Stuttgart

Abstiegscheck Teil 2: VfB Stuttgart

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Die Ausgangslage

Der VfB Stuttgart steht nach dem hochverdienten 5:1 Sieg gegen Hannover immer noch auf dem Relegationsplatz, hat seine Ausgangslage jedoch erheblich verbessert. Mit 19 Punkten auf dem Konto beträgt der Abstand auf die direkten Abstiegsplätze fünf Zähler. Das Torverhältnis ist mit 24 geschossenen und 52 kassierten Toren weiterhin schlecht, die -28 sieht im Vergleich zum FCA (-12) schon deutlich schlechter aus. Dennoch war der Sieg am Sonntag gegen Hannover ein ganz großer Schritt, um sich die Verfolger (vorerst) vom Hals zu halten.

Die Personalsituation

Auf der Torhüterposition hat der VfB mit Ron-Robert Zieler einen erfahrenen Mann, der seine Klasse schon bei der Nationalmannschaft unter Beweis stellen durfte. Dennoch patz er gerne einmal gravierend, in dieser Spielzeit bereits mehrfach. Mit seiner Erfahrung ist er jedoch zumeist ein sicherer Rückhalt und kann im Abstiegskampf weiterhelfen.

Die defensive Dreierkette um Marc Oliver Kempf, Benjamin Pavard und Winterneuzugang Ozan Kabak ist von Qualitäten ausgestattet, die eigentlich für weit mehr als Platz 16 langen müssten. Mit Timo Baumgartl wartet sogar noch ein weiterer, talentierter Innenverteidigung auf der Bank. Doch das Chaos, welches man in dieser Saison zumeist bei der VfB Abwehr erkennen musste, wirkte zu häufig nicht Bundesliga tauglich. Die zweitschlechteste Abwehr der Liga funktioniert nicht so, wie sie im vergangenen Jahr funktionierte.

Im Mittelfeld und Angriff stehen mit Gonzalo Castro, Andreas Beck, Steven Zuber, Christian Gentner, Daniel Didavi, Alexander Esswein und Mario Gomez nicht wenige Spieler im Kader, die ihre Klasse schon einmal in der Bundesliga bewiesen haben. Dazu junge Talente wie Santiago Ascacibar, Nicolas Gonzalez und Anastasios Donis, eigentliche eine gute Mischung. Auf dem Papier haben die Stuttgarter eindeutig den stärksten Kader. Nicht umsonst scheiterte man im vergangenen Jahr nur knapp an der Europa League Qualifikation.

Auch vom großen Verletzungspech, welches Absteiger häufig plagt, blieben die Schwaben in dieser Saison verschont. Die aktuelle Platzierung wurde vor der Saison so also nicht erwartet. Die Qualität, für mehr als Abstiegskampf, hat der VfB allemal.

Der Trainer

Markus Weinzierl ist seit dem 09.10.2018 im Amt und folgte auf Tayfun Korkut. Sein Trainerstuhl wirkte von Beginn seiner Amtszeit nie sonderlich fest. Sportvorstand Andreas Hitzelsberger sagte jüngst im „kicker“, dass der Trainer von ihm keine Jobgarantie bekäme. Viel hing vom Spiel gegen Hannover ab. Nun darf Weinzierl aller Voraussicht erstmal bleiben. Sicherheit und Rückendeckung schaut aber auf jeden Fall anderes aus.

In puncto Abstiegskampf konnte Weinzierl bereits in Augsburg Erfahrungen machen, die jetzt womöglich von großer Bedeutung sein können. Doch ob Klassenerhalt oder nicht, vieles deutet darauf hin, dass ab der kommenden Saison ein neuer Trainer auf der Bank der Schwaben Platz nehmen wird.

Das Restprogramm

Im direkten Duell mit den anderen abstiegsgefährdeten Teams muss der VfB noch nach Augsburg reisen und empfängt im April den Club. Mit dem Sieg gegen Hannover konnte man sich am vergangenen Sonntag bereits ordentlich Luft verschaffen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Daheim bekommen es die Schwaben noch mit Schwergewichten wie Leverkusen und Gladbach zu tun und müssen schwere Auswärtsfahrten wie nach Frankfurt oder Dortmund antreten. Das Restprogramm ist also bei weitem nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheint.

Prognose

Qualität für die Europa League, Spielstil wie ein Absteiger. Beim VfB Stuttgart liegen Vorstellung und Realität weit auseinander. Der Sieg gegen Hannover war ohne Frage ein enormer Schritt in die richtige Richtung, gerettet sind die Schwaben jedoch bei weitem nicht. Ein ernstzunehmendes Restprogramm macht die Sache nicht einfacher. Kriegt der VfB noch die Kurve, könnte es für den Klassenerhalt reichen. Zeigt die Mannschaft jedoch die Form der vergangenen Spiele, Hannover ausgenommen, wird es eng mit dem Ligaverbleib.

Platz 16 – Relegation.

Aufgrund der noch schwächeren Konkurrenz aus Nürnberg und Hannover könnte Platz 16 das Endergebnis werden. Trifft man in den Entscheidungsspielen auf Hamburg oder Köln, wird es ein enges, jedoch sehr schweres Duell um den Klassenerhalt. Ein anderes Team könnte wohl bei guter Verfassung geschlagen werden.

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