VfB Stuttgart

Die Trainerwechsel der Abstiegskandidaten – Teil 3: Der VfB Stuttgart

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Mit dem FC Augsburg wechselte in dieser Saison auch der fünfte und letzte Verein der unteren Tabellenplätze seinen Trainer. Zwischen Oktober und April kam es zu einer selten zuvor gesehenen Rotation auf den Trainerbänken der Abstiegskandidaten. Doch wie effektiv war der Trainerwechsel für den VfB Stuttgart wirklich?

Tayfun Korkut: Der sympathischste Verlierer der Bundesliga

Bereits nach sieben Spieltagen musste am 7. Oktober 2018 Tayfun Korkut seinen Hut nehmen. Korkut hatte das Amt in der Saison 17/18 vom Aufstiegstrainer und aktuellem HSV-Coach Hannes Wolf übernommen. Er führte die Schwaben daraufhin vom 14. auf einen grandiosen 7. Platz. Bis dahin blickte der Deutsch-Türke auf eine wenig erfolgreiche Trainerlaufbahn zurück, in Stuttgart jedoch wurde er schnell zum sympathischen Liebling der Fans und Talentförderer.

Doch mit der aktuellen Saison brach auch die Erfolgsserie unter Korkut ab. Das Fazit seiner Arbeit in der Saison 18/19: In sieben Spielen holten die Stuttgarter lediglich einen Sieg. Fünf Punkte, Platz 18. Und das obwohl der VfB mit überraschenden und zunächst cleverwirkenden Transfers im Sommer aufwartete. Mit unter Anderen Gonzalo Castro, Nicolás Gonzáles, Daniel Didavi und Pablo Maffeo erschaffte man einen homogenen Kader aus erfahrenen Bundesligaspielern und hungrigen Jungspielern. Doch es reichte nicht aus, um die spielerische Klasse der Vorsaison abzurufen.

Markus Weinzierls schwache Ausbeute – Stuttgart erneut vor Trainerwechsel?

Markus Weinzierl übernahm die Leitung der Mannschaft. Weinzierl, in der Bundesliga vor allem bekannt aufgrund seiner Niederlagenserie mit dem FC Schalke 04 in der Saison 16/17, hatte die in Stuttgart zu diesem Zeitpunkt notwendige Arbeit bereits für Augsburg in der Saison 13/14 geleistet. Weinzierl hatte die Fuggerstädter aus der unteren Tabellenhälfte sogar an den Rand Europas geführt. 

Stuttgart verstärkte sich im Winter erneut. Mit Steven Zuber und Alexander Esswein kamen wiederum erfahrene Akteure. Tatsächlich gaben die Schwaben die rote Laterne von Platz 18 weiter an die Konkurrenz aus Nürnberg und Hannover, stagnierten jedoch auf Platz 16. Die Bilanz unter Weinzierl ist mit vier Siegen, vier Remis und vierzehn Niederlagen mehr als bedenklich. Mit dem 5:1-Sieg gegen Hannover am 24. Spieltag zeigte Weinzierl, was theoretisch mit dieser Mannschaft möglich ist. Doch nun vor dem Duell gegen den FC Augsburg wird es erneut eng auf der Stuttgarter Trainerbank.

Im Februar 2019 übernahm Ex-Stuttgartspieler Thomas Hitzelsberger die Geschicke des Vereins als Sportvorstand. Erst Ende März hieß es von dieser Seite, man wolle in der aktuellen Situation mit Weinzierl jetzt „durchziehen“. Doch die Argumente für den 44-Jährigen gehen allmählich aus. Der frühe Trainerwechsel in der Saison setzte im Grunde voraus, dass Kokuts Nachfolger schnell gute Ergebnisse liefert. Doch Weinzierls Zeit begann mit Niederlagen. In Stuttgart wollte man wohl eine hamburgeresque Situation vermeiden. Ein weiterer Trainerwechsel nach der Winterpause barg daher vermutlich ein zu hohes Risiko. Zudem war Weinzierl bereit Neues zu versuchen. Umstellungen im Kader, Positionswechsel und Mario Gomez auf der Bank brachten jedoch keine Veränderungen.

Fazit des Trainerwechsels beim VfB Stuttgart

Weinzierl muss trotz der kurzen Restzeit definitiv bangen. In Stuttgart mag man sich nicht die Blöße eines weiteren Trainerwechsels geben wollen, doch ein neuer Impuls für die letzten Spieltage könnte der letzte Ausweg aus der Relegation werden. Der geborene Straubinger scheint die Mannschaft hinter sich zu haben, ein wertvoller Aspekt im Abstiegskampf. Doch seine Leistungen als Trainer sprechen gegen ihn. Hitzelsberger wird es bei einer Niederlage gegen Augsburg sehr schwer fallen, ein Festhalten an seinem Trainer zu begründen. Stuttgart muss also am Wochenende vielleicht nicht nur gegen die Relegation spielen, sondern auch gegen den erneuten Trainerwechsel.

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