Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Stuttgarts Santiago Ascacíbar verlor beim 0:1 gegen Bayer Leverkusen komplett die Beherrschung. Der Argentinier bespuckte in der Nachspielzeit Bayer-Profi Kai Harvertz. Nur weil sich Schiedsrichter Tobias Stieler anschließend schützend vor Havertz stellt, gelingt es Ascacíbar anschließend nicht, auf den 19-Jährigen loszugehen. Einen Tag später bezieht Stuttgarts Sportvorstand Thomas Hitzlsperger Stellung.
Der 37-Jährige findet zu den Geschehnissen deutliche Worte. „Das ist etwas, das wir nicht dulden“, so der Ex-Nationalspieler gegenüber „Bild“. „Ich habe vor der Mannschaft und auch ihm selbst gesagt, dass er schon viel für den Verein getan hat“, erzählt Hitzlsperger. Ascacíbar sei „immer ein Vorbild in Sachen Mentalität und Einstellung“ gewesen. Nun habe der Mittelfeldabräumer „aber ganz klar eine Grenze überschritten.“
Hitzlsperger stellte klar: „Wir werden das bestrafen.“ Der VfB Stuttgart müsse „als Verein ein klares Zeichen setzen.“ Anscheinend wird Ascacíbar für seine Spuck-Aktion vereinsintern eine Geldstrafe von 15 000 Euro aufgebrummt bekommen. Damit ist Angelegenheit Sache allerdings noch nicht vom Tisch. Der Argentinier wird den abstiegsbedrohten Schwaben mehrere Wochen fehlen.
Es ist allerdings sogar denkbar, dass er seinen Teamkollegen bei nur noch fünf ausstehenden Ligaspielen in dieser Saison überhaupt nicht mehr helfen wird. Zum Vergleich: Nürnbergs Javier Horacio Pinola musste 2010 nach einer Spuck-Attacke gegen Bayern Münchens Bastian Schweinsteiger vier Spiele zusehen. So oder so schwächt Ascacíbar seine Mannschaft natürlich erheblich. Der 1,68-Meter-Mann ist mit seiner giftigen Spielweise schließlich jemand, der vorangeht.
Auch sein Trainer Markus Weinzierl ist von Ascacíbars Verhalten natürlich alles andere als begeistert. Dem 22-Jährigen dürfe „so etwas nicht passieren.“ Da ein Platzverweis dem ganzen Team schade, müsse der viermalige Nationalspieler seine „Emotionen im Griff haben.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch Hitzlsperger. „Santi muss verstehen, dass er die Mannschaft im Stich gelassen hat.“ Es müssen für jeden Spieler schließlich immer nur darum gehen, „was sie hier für den Verein noch leisten können.“
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