David Ramos/Getty Images
Ein offizielles Angebot liegt der FIFA noch nicht vor, aber es werden bereits Gespräche zwischen den Verantwortlichen geführt. Die Beziehung zwischen Katar und der FIFA ist schon länger gut. Das ist spätestens nach der Weltmeisterschaft der Männer im Jahr 2022 offensichtlich. Außerdem fanden die FIFA-Klubweltmeisterschaften der Männer in den Jahren 2019, 2020 und 2023, sowie der Interkontinental-Pokal (2024) und die U17-Weltmeisterschaft (2025) bereits in Katar statt.
Dabei ist Katar als Austragungsort von vielen Menschen eher kontrovers zu sehen. Schon zur WM 2022 sorgten die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die extra erbauten Stadien für enorme Kritik. Zudem wird in Katar Homosexualität bestraft und Frauen sind rechtlich enorm benachteiligt. Die Doppelmoral ein Turnier von Frauen einem Land auszutragen, in dem Frauen keinerlei Rechte genießen, ist mehr als vorhanden.
Noch absurder wird es aber, wenn man sich die Frauen-Nationalmannschaft von Katar anschaut. Die gibt es nämlich tatsächlich. Das Emirat gründete 2009 eine Frauen-Nationalmannschaft, um bei der WM-Vergabe eine bessere Chance zu haben. Allerdings absolvierte dieses Team seit 2014 kein einziges Spiel mehr und wird in der FIFA-Weltrangliste der Frauen auch nicht mehr gelistet.
Es bewirbt sich also ein Land ohne ein eigenes Frauen-Nationalteam und ohne Rechte für Frauen für ein Fußballturnier der Frauen. Die FIFA wird jetzt eine Entscheidung treffen müssen: Entweder geht die Klub-WM nach Katar und der Verband kassiert vermutlich etwas mehr Geld als in anderen Ländern oder die FIFA setzt ein positives Zeichen und wählt einen anderen Austragungsort aus, der verhältnismäßig weniger zahlt, aber ethisch gesehen deutlich wertvoller ist.
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