Frauenfußball

In 80 Tagen zur EM: Wo stehen die DFB-Frauen?

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In 80-Tagen startet die Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz. Nach der vorletzten Länderspielpause vor dem Turnierstart stellt sich nun die Frage: Wie weit sind die DFB-Frauen schon auf der Mission Titel?

Eine Halbzeit (noch) nicht zu wenig

In diesem Jahr standen bislang vier Länderspiele auf dem Programm. Am Ende stehen dabei vier Siege und ein Unentschieden unter dem Strich. Jedoch schaffte man es bislang nur in jeweils einer Halbzeit pro Spiel in den siegreichen Partien zu überzeugen. Gegen Österreich schaffte man nach einem 1:1-Unentschieden zur Halbzeit noch einen 4:1-Sieg. Im ersten Spiel gegen Schottland folgte nach einer 1:0-Führung zur Halbzeit ein 4:0-Sieg. In der zweiten Partie gegen Schottland schaffte es die Mannschaft nach einem 0:1-Pausenrückstand sogar noch 6:1 zu gewinnen.

Auch der Bundestrainer sah auf der Pressekonferenz nach der zweiten Partie gegen Schottland ein, dass nur eine gute Halbzeit bei der Europameisterschaft nicht reichen würde. Als Grund für die Leistungsschwankungen zwischen den Halbzeiten machte Christian Wück aus, dass es für die Spielerinnen „unheimlich schwer“ wäre, „90 Minuten auf einem hohen Level Fußball zu spielen“. Dieses Problem würde das Team allerdings schon angehen.

Vorne hui – hinten noch nicht

Während in der Offensive die Automatismen so langsam greifen zu scheinen, konnte sich die Abwehr noch nicht wirklich einspielen. Dies lag allerdings auch an den vielen Verletzungen der Abwehrspielerinnen. „Wir haben nicht die Möglichkeit uns im Defensivverbund zusammenzuspielen. Ich glaube das ist das größte Problem. Ich glaube wir werden auf Spielerinnen vertrauen müssen, die vielleicht – Stichwort Obi (Lena Oberdorf (Anm. d. Red.) – maximal ein Spiel machen werden – wenn wir sie mitnehmen“, meinte der Trainer auf der Pressekonferenz nach der Partie in Wolfsburg gegen Schottland. Es dürfte somit nicht zu erwarten sein, dass sich diese dringend benötigten Automatismen noch vor dem Turnierstart  einspielen werden.

Schaut man auf die Spiele gegen Schottland fällt auf, wie oft insbesondere das Zusammenspiel zwischen Jule Brand und Giulia Gwinn für gefährliche Aktionen gesorgt hat. Anhand dieser Szenen ist zu erkennen, wie wichtig eine Eingespieltheit für die Offensive und Defensive der Mannschaft ist.

Vor den letzten beiden Partien vor dem Turnier-Start gegen die Niederlande und Österreich hat Bundestrainer Christian Wück demnach noch viel Arbeit vor sich.

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Veröffentlicht von
Marcel Gross

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