Juergen Schwarz/Getty Images for DFB
Am Donnerstagnachmittag sorgte eine Mitteilung der Frauen-Bundesliga-Klubs, die über Pressemitteilungen und Social-Media-Posts ausgeschickt wurde, für Wirbel. Die unscheinbaren Posts verkündeten jedoch eine Entscheidung mit viel Tragweite. Am 10. Dezember werden die Vereine in Frankfurt ihren eigenen Ligaverband gründen. Der Haken: Der Frauen-Bundesliga FBL e.V. wird entgegen der ursprünglichen Pläne ohne den DFB an den Start gehen.
Dabei hatte der Deutsche Fußball-Bund noch Anfang November Maßnahmen eingeleitet, um in den Ligaverband der Frauen-Bundesligisten einsteigen zu können. Beide Parteien sollten jeweils 50 Prozent am neuen eingetragenen Verein halten. Zudem plante der DFB in den kommenden acht Jahren rund 100 Millionen Euro in den Ligaverband zu stecken, die Vereine sogar 700 Millionen Euro. Damit sollte der deutsche Frauenfußball in Zusammenarbeit mit dem Dachverband weiter professionalisiert und wirtschaftlich leistungsstärker werden.
Der Grund für den plötzlichen Ausschluss des DFB aus den gemeinsamen Plänen: Trotz der bereits ausgehandelten Verträge soll der Verband nachträgliche Forderungen gestellt haben. Die DFB-Verhandlungsführer, Generalsekretär Holger Blask und Schatzmeister Stephan Grunwald, hätten „verhandelte Eckpunkte“ infrage gestellt, so Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. Da diese in „den Gesprächen mit dem DFB zur Gründung einer gemeinsamen FBL GmbH bereits vereinbart“ wurden, kamen die gewünschten Nachjustierungen von DFB-Seite „umso überraschender für uns Klubs“, so Dreesen.
„Um nicht weiter Zeit zu verlieren, haben wir daher einstimmig beschlossen, bereits im Dezember den Gründungsakt zum FBL e.V. als Verband der Bundesligisten zu vollziehen – ohne den DFB“, erklärte der Bayern-Funktionär die Konsequenzen. Laut „NDR“ habe der DFB erst kurz vor der Veröffentlichung der Mitteilung von der Entscheidung erfahren. Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, zeigte sich ebenfalls „enttäuscht davon, dass sich bereits getroffene Verabredungen mit dem DFB aus unserer Sicht nicht in den Vertragsmaterialien wiederfinden.“
Ob der DFB nachträglich zum Ligaverband der Frauen-Bundesliga stoßen wird, ist noch unklar. Zudem ist offen, wie die 14 Vereine nach der Gründung nächste Woche alleine vorgehen werden. Ebenso, ob die Entscheidung der Erstligisten weitreichende Folgen für ihr Verhältnis zum DFB haben könnte. Auch im Hinblick auf die Europameisterschaft 2029, die am Mittwoch an Deutschland und den DFB vergeben wurde.
Dennoch sind die Vereinsbosse von dem gewagten Schritt überzeugt. „Die Gründung der FBL ist ein wichtiger Meilenstein für unseren Verein und für den Frauenfußball in Deutschland“, sagte Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04 Leverkusen. Auch er ist „angesichts der Umstände“ enttäuscht, dass „der Gründungsakt nun zunächst ohne den DFB erfolgen wird.“
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