Die deutsche Nationalmannschaft startet am heutigen Donnerstagabend in die Qualifikation zur WM 2022 in Katar. Für Emre Can steht die Mannschaft in der Pflicht alle drei Partien in diesem Monat gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien zu gewinnen.
Die Zielsetzung ist klar. Zumindest für BVB-Mittelfeldspieler Emre Can. „Bei allem Respekt vor jedem Gegner muss es unser Ziel als Deutschland sein, alle drei Spiele zu gewinnen. Wir wollen mit einem guten Gefühl im Sommer zur EM fahren. Nach der letzten Niederlage in Spanien (0:6) haben wir wieder etwas gutzumachen. Wir wollen eine Reaktion zeigen und erfolgreich sein“, betont Can im Interview auf der DFB-Homepage.
Auch für Joachim Löw will er einen würdigen Abschied mit einleiten: „Ich war in den letzten Jahren immer dabei, wenn ich gesund war. Ich habe immer sein Vertrauen gespürt. Für mich ist aber noch wichtiger, wie er als Mensch ist. Joachim Löw ist ein großartiger Mensch, ein wunderbarer Mensch, der zu jedem höflich und immer sehr respektvoll ist. Seine Menschlichkeit habe ich als genauso wichtig empfunden wie seine großen Fähigkeiten als Trainer.“
Durch sein gutes Verhältnis zum Bundestrainer darf sich der erfahrene Bundesliga-Profi gute Chancen auf eine EM-Teilnahme in diesem Jahr ausrechnen. Doch ob es für einen Stammplatz ausreicht, ist unklar. Im zentralen Mittelfeld ist die DFB-Elf so gut besetzt, wie seit langem nicht mehr: „Ich bin sicher ein fester Bestandteil des Kaders. Wenn ich gesund war, war ich in den letzten Jahren immer dabei. Ob ich zum Stammpersonal gehöre, wird man sehen. Ich würde mir wünschen, bei der EM von Beginn an zu spielen. Das weiß auch der Trainer. Er weiß, was er an mir hat. Er hat mir schließlich oft genug das Vertrauen geschenkt, und ich habe es zurückgezahlt.“
Denkbar aber auch, dass Can Einsatzzeiten in der Innenverteidigung erhält. Dort wackelte man zuletzt häufiger. Eine klare Linie scheint es für Can beim DFB nicht zu geben: „Das wird sich zeigen, ich weiß selbst noch nicht, wie der Trainer plant. Aber in dieser Saison habe ich sehr oft im Zentrum als Innenverteidiger gespielt. Wie man mich kennt, habe ich aber in meiner gesamten Karriere die unterschiedlichen Rollen, die mir zugedacht wurden, immer angenommen. Meine Position, auf der ich am besten zur Geltung kommen und meine Stärken einbringen kann, ist im Zentrum, sei es im Mittelfeld oder in der Abwehr.“
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