Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images
Kai Havertz spielte gegen Ungarn keine große Rolle und wurde erst in der 70. Spielminute für Timo Werner eingewechselt. Gegen England soll der 23-Jährige in der Startelf stehen, wie Bundestrainer Hansi Flick auf der Pressekonferenz enthüllte. Doch kann der Chelsea-Star das Sturmproblem lösen? Die Experten glauben an dessen Qualitäten.
Kai Havertz war zuletzt unter Neu-Bundestrainer Flick außen vor. Doch geht es nach Experten wie Stefan Effenberg und Mario Basler, muss der Offensivspieler im Sturmzentrum gesetzt sein. In Effenbergs Wunschaufstellung ersetzte der ehemalige Bayern-Spieler Werner durch Havertz und zeigte sich überzeugt von dessen Qualitäten. „Ich würde ein bisschen Physis reinbringen, mit Havertz als klare Neun, das ist auch seine Position, die er liebt, die er auch bei Chelsea ausgeführt hat“, sagte der 54-Jährige im „Doppelpass“.
Auch der ehemalige Nationalspieler Basler wurde gefragt, wer für ihn die Nummer Neun in der Nationalmannschaft ist. Seine Antwort war klar und deutlich: „Für mich ist die einzige Alternative Havertz, der es ja schon bewiesen hat, bei Chelsea, dass der da vorne drin kopfballstark ist, schnell, der hat einen hervorragenden linken Fuß, der kann sein Körper einsetzen.“
Havertz selbst ist es weniger wichtig, auf welcher Position er spielt. Der geborene Aachener will nur seiner Mannschaft helfen: „Ich bin schwer zu fassen und versuche immer, mich auch in andere Räume zu begeben. Meine Position ist mir nicht so wichtig. Ob ich auf der Zehn, auf der Neun oder auf der rechten Seite spiele, ich will der Mannschaft helfen.“
Vor allem Fans der Nationalmannschaft sind auf Timo Werner nicht gut zu sprechen. Der 26-Jährige ist aktuell nicht in Form, auch bei seinem neuen, alten-Verein RB Leipzig läuft es noch nicht so, wie vor seinem Wechsel nach England. Dennoch verteidigt Flick seinen Spieler.
„Man kann nicht immer alles auf Timo schieben. Die große Frage ist: Haben wir einen Mittelstürmer? Timo hat eine hohe Qualität“, sagte der Bundestrainer zu „Bild“. Gegen Ungarn habe es der Stürmer immer wieder versucht. „Generell haben wir nicht auf dem Niveau gespielt, zu dem wir in der Lage sind. Deshalb sind wir nicht in einer guten Situation“, so der 57-Jährige weiter.
Trotz seiner geringen Spielzeit fiel Havertz damit auf, dass er im Gegensatz zu Werner nicht durchgehend bemüht war, die Tiefe zu suchen- auch, weil Ungern tief stand. Dadurch war der 23-Jährige nach seiner Einwechslung präsenter und mehr ins Spiel eingebunden.
Am Montag tritt die DFB-Elf um 20:45 Uhr gegen die ebenfalls schwächelnden Three Lions an – ein wichtiges Spiel für das Selbstbewusstsein vor der Winter-WM in Katar. Für Havertz wird es nicht nur eine Chance in der Startelf sein, sondern auch die Möglichkeit, Werner als Stürmer zu ersetzen.
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