Nagelsmann mit klaren Worten an Lennart Karl und Said El Mala!

Der März ist für viele WM-Kandidaten ein sehr entscheidender Monat, wenn sie es in den Kader für die Weltmeisterschaft 2026 schaffen wollen. Unter anderem hoffen Lennart Karl und Said El Mala noch auf eine Nominierung. Julian Nagelsmann hat den beiden Youngsters nun mitgeteilt, was er von ihnen erwartet.
Kaderplanung in vollem Gange
Die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada rückt immer näher. Julian Nagelsmann wird sich in den nächsten Wochen sehr intensiv auf die deutschen Stars schauen. Neben ziemlich sicheren Nominierungen, gibt es auch noch viele Positionen, die den Bundestrainer ins Grübeln bringen. Dieser erklärte in einem Interview mit dem „kicker“, dass der Großteil des Kaders so früh wie möglich stehen soll. Im besten Fall schon für die beiden Testspiele Ende März gegen Schweiz (27. März) und gegen Ghana (30. März). „Natürlich kann sich auch danach noch etwas ändern, aber generell ist die Grundidee, dass der März-Kader und das WM-Aufgebot artverwandt sind“, teilte Nagelsmann mit. Zwei heiß diskutierte Personalien sind dabei Lennart Karl vom FC Bayern München und Said El Mala vom 1. FC Köln.
Entspanntere Lage bei Lennart Karl
„Lennart Karl hatte ein super stabile Zeit. Jetzt struggelt er gerade so ein bisschen – auch, weil ein Jamal Musiala wieder fit ist und dann häufig auch Einwechselzeit von ihm bekommt. Das ist völlig klar. Trotzdem ist er natürlich ein sehr interessanter Spieler, auch von seinem Profil, weil er oft ins eins-gegen-eins geht, weil er von rechts nach innen ziehen kann auf seinen linken Fuß, weil er schwer zu greifen ist.“ Der 18-Jährige hatte es zu Beginn der Saison ziemlich überraschend in die Startelf des Rekordmeisters gespielt. In 31 Pflichtspielen erzielte er sieben Tore und bereitete weitere vier Treffer vor. In den letzten Wochen leidet seine Spielzeit ein wenig unter der Rückkehr von Jamal Musiala, der nach langer Verletzungspause wieder fit geworden ist. Doch für Nagelsmann stellt die schrumpfende Spielzeit kein Problem dar. „Ich habe nicht den Anspruch, dass er Stammspieler wird, um dann bei der WM dabei zu sein. Denn das wird er nicht.“
El Mala muss mehr Spielzeit bekommen
Etwas anders sieht Julian Nagelsmann die Lage bei Said El Mala. Der 19-Jährige, der bereits im November eine Chance in der Nationalmannschaft bekam hat dort einen guten Eindruck hinterlassen. „Ich finde, dass er es bei uns im November ordentlich gemacht hat. Aber es ist noch mal ein Unterschied, ob du bei Bayern oder bei Köln bist. Er muss einfach mehr Spielzeit bekommen in Köln.“ El Mala rotiert in den letzten Wochen unter Trainer Lukas Kwasniok immer wieder zwischen Bank und Startelf. In der Domstadt sorgte dies bereits für Kritik am Trainer. Doch Nagelsmann nimmt Kwasniok in Schutz. „Diese Ansage richtet sich nicht an Lukas Kwasniok, weil ich ihn als einen Trainer kennengelernt habe, der genau beobachtet. Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet“, sagt der Bundestrainer über El Malas Einsatzminuten. Klar ist also, dass El Mala für eine Nominierung im Sommer mehr Einsätze benötigt.
Auch andere Kandidaten unter Druck
Neben Karl und El Mala gilt auch Brajan Gruda als Kandidat für eine Nominierung. Der 21-Jährige muss sich dafür aber laut Nagelsmann noch ein wenig steigern. „Am Ende geht es darum, dass mehr Tore und Vorlagen bei ihm herauskommen. Noch ist das für seine Qualität zu wenig.“ Auch Assan Ouedraogo und Tom Bischof müssen in den kommenden Wochen Leistungen zeigen, um es in den WM-Kader zu schaffen.



