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Nationalmannschaft

Wer wird neuer Nationaltrainer in Brasilien?

Nationaltrainer Brasilien Mourinho

Man kann nicht sagen, dass das neue Jahr für Brasiliens Nationalverband (C. B. F.) gut begann. Am 29. Dezember 2023 hatte Carlo Ancelotti (64) von Real Madrid dem Rekord-Weltmeister eine Absage als Nationalcoach ab Sommer 2024 erteilt. „Der Trainer aus dem Don-Camillo-Land“ wäre der erste ausländische Manager der „Selecao“ seit fast 100 Jahren geworden. Doch er verlängerte überraschend bis 2026 in Madrid. Wenige Tage später winkte auch „The Special One“, Jose Mourinho (60), dankend ab.

„Brasilien hat nicht direkt mit mir gesprochen“, sagte Mourinho am 3. Januar 2024 nach dem 2:1-Erfolg mit seiner AS Rom gegen Cremonese in der Coppa Italia, „ich habe meinen Agenten angewiesen, mit niemandem zu sprechen, bevor wir wissen, ob die Roma mich behalten will oder nicht.“

Mourinhos Vertrag in Rom läuft zum 30. Juni 2024 aus (Fussballdaten.de berichtete). Rund um den Jahreswechsel hatte der Portugiese mit einem Verbleib in der ewigen Stadt kokettiert.

Seit 1925

Ändert „The Mou“ doch noch seine Meinung, würde er für ein Engagement sorgen, dass es im brasilianischen Fußball seit fast 100 Jahren nicht mehr gegeben hat.

Seit 1925 und seit dem Uruguayer Ramon Platero († 1950) hatte Brasilien keinen ausländischen Nationaltrainer.

  • Zwar besaßen der 3-mal amtierende Vicente Italo Feola († 1975 / 1955, 1958 bis 1960 / Erster Weltmeister-Trainer, 1964 bis `66), Foguinho (1959/60), Falcao (1990/91), Luiz Felipe Scolari (Weltmeister-Trainer 2002), Carlos Dunga (2006 bis 2010 und 2014 bis 2016) und Tite (2016 bis 2022) auch die italienische Staatsbürgerschaft, doch sie waren alle gebürtige Brasilianer.
  • Das gilt auch für den ebenfalls 3-mal berufenen „Professor“, Mario Zagallo (92 / Weltmeister 1970 und 1994), der auch einen libanesischen Pass besitzt.
  • Mit 7 Punkten aus 6 Spielen liegt die „Selecao“ nur auf Rang 6 der WM-Qualifikation Südamerikas für USA, Kanada und Mexiko 2026.
  • Sportlich verschärft wurde die Ausgangslage durch die 0:1-Niederlage im November 2023 gegen den Erzrivalen Argentinien.
  • Der amtierende Weltmeister hatte – wie Brasilien – nur in den 1920er-Jahren einen ausländischen Nationalcoach. Es war der Spanier José Lago Millan, Copa-América-Siegertrainer von 1927.

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