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Regionalliga

ZFC Meuselwitz vor dem Sturz: Traditionsklub bangt um Verbleib in der Regionalliga

Der ZFC Meuselwitz steht vor einem der schwierigsten Momente seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Nach fünf Niederlagen in Folge und dem klaren 0:4 im Heimspiel gegen Mitkonkurrent BSG Chemie Leipzig droht dem Kultklub aus Thüringen der Absturz aus der Regionalliga Nordost. Seit 2009 ist Meuselwitz ununterbrochen viertklassig – nun könnte diese Serie reißen.

Klassenerhalt nur noch über Umwege möglich

Sportlich ist die Lage brisant: Als Drittletzter hat der ZFC den Ligaverbleib nicht mehr in der eigenen Hand. Zwar sind Hertha Zehlendorf und der FC Eilenburg bereits praktisch für die Oberliga durch, doch Meuselwitz hängt am seidenen Faden. Entscheidend ist, ob einer der beiden Meisterkandidaten Lok Leipzig oder Carl Zeiss Jena den Sprung in die 3. Liga schafft.

Gelingt dem Regionalliga-Meister der Aufstieg nicht, würde aufgrund des Abstiegs von Erzgebirge Aue aus der 3. Liga ein zusätzlicher Platz in der Regionalliga Nordost wegfallen – und es gäbe einen dritten Absteiger. Für Meuselwitz bedeutet das: Nur zwei eigene Siege und Schützenhilfe von oben halten die Chance auf den Klassenerhalt am Leben.

Zwischen Abstiegsangst und Neuaufbau

Seit Jahren gilt der ZFC mit seinem familiären Umfeld und dem Standort Meuselwitz (rund 10.000 Einwohner) als feste Größe und Identifikationsklub der Liga. Präsident Hubert Wolf macht jedoch klar, dass man die Realität akzeptieren müsse: Der Abstieg sei keine theoretische Gefahr mehr, sondern ein Szenario, mit dem man ernsthaft rechnen müsse.

Besonders heikel: Kein einziger Spieler besitzt aktuell einen gültigen Vertrag für die Oberliga. Das Trainerteam muss daher frühzeitig entscheiden, mit welchen Leistungsträgern im Abstiegsfall weitergearbeitet werden soll. Gerade Routiniers wie Kapitän René Eckardt sollen, wenn möglich, für ein weiteres Jahr im Verein gehalten werden, um einen kompletten Neustart mit unerfahrenem Kader zu vermeiden.

  • Meuselwitz hat nach fünf Niederlagen in Folge den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand.
  • Ein dritter Absteiger droht, falls der Regionalliga-Meister nicht in die 3. Liga aufsteigt.
  • Kein Spieler besitzt derzeit einen Oberliga-Vertrag, erfahrene Kräfte wie Kapitän Eckardt sollen im Abstiegsfall unbedingt gehalten werden.