(Photo by Phil Cole/Getty Images)
Owen Hargreaves, ehemaliger Spieler vom FC Bayern München und von Manchester United, hat sich bei dem britischen Fernsehsender BT-Sport zum möglichen Wechsel von Kai Havertz zum FC Chelsea kritisch geäußert. Zu offensichtlich, sind demnach andere Baustellen in der Mannschaft der Londoner.
„Sie wollen Titel gewinnen und das kann man nur mit einer stabilen Defensive. Die Mannschaft braucht neue Führungsspieler. Ich habe die Sorge, dass Chelsea jetzt zu viel Geld für die Offensive investiert und am Ende wieder nur vierter oder fünfter wird“.
Der mittlerweile 39-jährige Brite gab zu bedenken, dass man bei Chelsea vor allem in der Defensive nachbessern müsse, weil dies die derzeitige Achillesferse der Londoner sei. Auch neue Führungsspieler sollten die verhältnismäßig junge Mannschaft an die Hand nehmen.
Die Engländer haben bereits Timo Werner für rund 55 Millionen Pfund (circa 50 Millionen Euro) und Hakim Ziyech für 34 Millionen Pfund (circa 40 Millionen Euro) für die vordere Reihe verpflichtet. Für einen Havertz-Transfer müsste Chelsea ungleich tiefer in die Tasche greifen. Rudi Völler möchte bisher nicht von der 100-Millionen-Marke zurückweichen.
Nach Hargreaves Einschätzung ist das zu viel Geld für nur einen Mannschaftsteil. Man sollte zunächst nach Spielern für die Abwehrzentrale Ausschau halten und einen Torhüter verpflichten, bevor sie einen weiteren Offensivspieler verpflichten. Außerdem sprach er Mason Mount an, ein ebenfalls 21-jähriges Eigengewächs, welches seit seinem 6. Lebensjahr bei Chelsea spielt und mit 12 direkten Torbeteiligungen in der Premier League auf sich aufmerksam machen konnte. Mount spielt eine ähnliche Position wie Havertz. „Mason Mount könnte dort spielen, wo spielt Mason dann? Er hatte eine gute Saison“.
Die defensive Schwäche der Londoner wurde zuletzt im Champions League-Spiel gegen den FC Bayern München erneut deutlich. In der bayerischen Landeshauptstadt setzte es eine 4:1 Auswärtsniederlage, nachdem man schon das Hinspiel in London mit 0:3 verlor. Trainer Frank Lampard wird die Defizite registriert haben und er wird nun versuchen, seine Vorstellungen dem Chelsea-Vorstand und der Direktorin Marina Granovskaia näherzubringen.
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