Stars ohne Champions League: Marco Reus (m.) von Borussia Dortmund gehört dazu, sein damaliger BVB-Kollege Robert Lewandowski (l.) schaffte es 2020 mit dem FC Bayern. Foto: Alex Grimm/Getty Images.
Ilkay Gündogan (32) erlebte man nach dem Triumph mit Manchester City im Champions-League-Finale gegen Inter Mailand (1:0) völlig emotional. Für den erfolgreichsten deutschen Spieler der Premier-League-Ära war es die Krönung seiner Laufbahn. Andere Stars blieben ohne Champions-League-Titel.
„Ich habe zwei Finals verloren, das erste vor zehn Jahren“, erzählte Gündogan nach dem Spiel in Istanbul, „und ich werde auch nicht jünger.“ Der ehemalige Dortmunder, der 2013 mit dem BVB dem FC Bayern (1:2) im einzigen deutschen Finale der „Königsklasse“ unterlag, verlor mit City 2021 – und durfte nun jubeln. Ebenso wie der Belgier Kevin de Bruyne (31), der wie gegen Inter wie schon vor 2 Jahren gegen den FC Chelsea (0:1) verletzt ausgewechselt wurde.
Gündogan wurde zum ersten Deutschen, der ein ausländisches Team als Kapitän zum Champions-League-Titel führte. Happy End am Bosporus.
Aber: Nicht alle Stars hatten seit 1992 das Glück, die Champions League zu gewinnen. Das Portal Fussballdaten.de nennt eine Auswahl.
Edin Dzeko (37): Der Bundesliga-Torschützenkönig von 2010 konnte Inter Mailand nach 57 Minuten nicht mehr helfen, musste angeschlagen für Romelu Lukaku vom Platz. Wie „Big Rom“ blieb der Bosnier in einem CL-Finale glücklos.
Gianluigi Buffon, Alessio Tacchinardi und Paolo Montero: 3 Final-Niederlagen mussten diese drei Juventus-Granden hinnehmen. Ein trauriger Rekord, gemeinsam mit José Torres von Benfica Lissabon, der lange vor der Novellierung des Wettbewerbs 1963, 1965 und 1968 Final-Pech hatte.
Michael Ballack: 2-mal scheiterte der vielleicht beste deutsche Spieler seiner Generation. „Der Capitano“ verlor 2002 mit Bayer Leverkusen gegen Real Madrid (1:2) und mit dem FC Chelsea 2008 im Elfmeter-Duell gegen Manchester United.
Harry Kane: Der Kapitän von Tottenham Hotspur musste 2019, im rein englischen Duell gegen den FC Liverpool (0:2) in Madrid, am Landesmeister-Cup vorbei gehen.
Marco Reus und Mats Hummels: Sie standen neben Gündogan in der Dortmunder Elf, die 2013 in Wembley Bayern München forderte – und knapp scheiterte.
Zlatan Ibrahimovic: Der Exzentriker aus Schweden, der nun mit 41 Jahren beim AC Milan seine Karriere beendet hat, spielte nie ein CL-Finale. Zlatan verließ aber die späteren Sieger just im Jahr vor dem Triumph – so geschehen 2009 bei Inter und ein Jahr später beim FC Barcelona. Unglücklich.
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