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Champions League

Rückblick auf die legendäre Remontada – Schafft Barca es wieder?

Neymar, Lionel Messi und Luis Suarez stehen im Barca Trikot nebeneinander.

Heute Abend steigen die ersten Viertelfinal-Rückspiele der Champions League. Der FC Barcelona ist dabei zu Gast bei Atlético de Madrid. Für Barca gilt es, einen 0:2 Rückstand aufzuholen. Wir blicken auf die Kontroversen der Ausgangslage und der legendärsten Aufholjagd der CL-Geschichte.

Barca-Frust im Hinspiel

Letzte Woche Mittwoch setzte es für die Katalanen eine 0:2 Heimniederlage, nach der es einiges zu diskutieren gab. In der 44. Spielminute spielt Julián Alvarez einen langen Ball auf Giuliano Simeone, der von Pau Cubarsí gekreuzt wird und dadurch zu Fall kommt. Erst zeigt Istvan Kovacs gelb, wird dann aber vom VAR korrigiert. Cubarsí ist letzter Mann und sieht dementsprechend rot. Noch schlimmer: Passgeber Alvarez schweißt den entstandenen Freistoß wunderschön zum zwischenzeitlichen 0:1 ein.

Das sollte nicht alles bleiben, womit die Blaugrana hadern: Atlético Urgestein Koke erlaubt sich einige Tackles, die durchaus gelbwürdig sind. Dennoch bleibt er von einer Ampelkarte verschont und wird nach gut einer Stunde ausgewechselt. Zu allem Überfluss spielt in Minute 54 Atleti-Torwart Joan Musso einen Ball zu Marc Pubill, vermeintlich, damit dieser den Abstoß ausführt. Da der Ball von Musso ruhte und mit dem Fuß gespielt war, wollen viele hier einen Elfmeter. Die Pfeife des rumänischen Schiedsrichters bleibt aber stumm.

Im Nachhinein tobt Hansi Flick und schickt sarkastisch ein „Danke nach Deutschland“, das in Richtung VAR Christian Dingert ging. Barca legte auch offiziell Protest ein, die Sperre für Cubarsí bleibt aber bestehen. Dennoch: Kovacs soll wohl für den Rest der Saison nicht mehr Champions League pfeifen. Ob dies wirklich aus seiner Spielführung und dem Protest resultiert, ist nicht offiziell bestätigt.

Legendäres Comeback gegen PSG

Auch bei der Remontada, von der bis heute erzählt wird, spielt der Schiedsrichter, wenn damals auch noch ohne VAR, eine Rolle. Diesmal profitiert der FCB aber von einigen fragwürdigen Entscheidungen Deniz Aytekins.

Nach einer 4:0 Niederlage in Paris im Hinspiel hatte Barcelona hier eine Mammut-Aufgabe vor sich. Im Camp Nou startet man mit 2:0 in der ersten Hälfte gut. In Minute 48 dann die erste Diskussion: Thomas Meunier kommt ins Straucheln und berührt so Neymar im Sechzehner. Aytekin wartet sehr lange, bevor er dann den Elfmeter gibt, den Lionel Messi zum 3:0 versenkt.

Nach knapp einer Stunde trifft Edinson Cavani zum 3:1 und kühlt damit den Hexenkessel im Camp Nou vorerst wieder ab. Lange laufen Messi und Co. dann vergebens an, bis Neymar in der 88. Minute einen herrlichen Freistoß zum 4:1 tritt und das Stadion ist wieder auf Betriebstemperatur.

Dieser Freistoß läutet die unfassbare Schlussphase ein: drei Minuten später gibt es den nächsten Elfmeter. Luis Suarez nimmt einen minimalen Marquinhos-Kontakt dankend an, der deutsche Referee zeigt auf den Punkt und Neymar schnürt den Doppelpack. Auch am 6:1 ist der Brasilianer entscheidend beteiligt: Seinen wunderschönen Chip verwertet Sergi Roberto zum Endstand und Schlusspunkt dieser wahnwitzigen Partie. Dieses Jahr ist es nur ein 2:0 Rückstand. Schafft Barca das Comeback gegen die heimstarken Rojiblancos?