Wettbewerbe

Das erste Mal in 52 Jahren

Werbung

Die Demokratische Republik Kongo hat Geschichte geschrieben: Mit einem dramatischen 1:0 nach Verlängerung gegen Jamaika lösten die Leoparden erstmals seit 52 Jahren wieder das Ticket zur FIFA‑Weltmeisterschaft – und das ausgerechnet im allerersten direkten Duell beider Teams.


Im finalen Qualifikationsspiel in Zapopan, Mexiko, stand für beide Nationen enorm viel auf dem Spiel. Es ging um die erst zweite WM‑Teilnahme ihrer jeweiligen Historie. Jamaika war trotz nur einer Niederlage in neun Partien (6 Siege, 2 Remis) im Vorfeld klarer Außenseiter. Und doch begann der Kongo furios: Schon nach vier Minuten landete ein flacher Elia‑Pass im Fünfmeterraum bei Cédric Bakambu, der einschob – doch die Fahne ging hoch. Abseits. Jubel erstickt.


Der Druck blieb gewaltig. Nach einer Viertelstunde köpfte Bakambu aus Mbukus Freistoß gefährlich aufs Tor, aber Keeper Andre Blake fing sicher. Es war Einbahnstraßenfußball. Schüsse, Hereingaben, zweite Bälle – Jamaika kam kaum zum Durchatmen. Erst um die 30. Minute meldeten sich die Reggae Boyz, als Kasey Palmer nach Ablage von De Cordova‑Reid abzog. Ein Block rettete zur Ecke. Kurz vor der Pause schepperte Elia sogar am Aluminium – die Überlegenheit blieb ohne Lohn.


Nach dem Wiederanpfiff machte der Kongo weiter, als wäre keine Sekunde vergangen. Bakambu zirkelte aus 20 Metern, doch Blake lenkte glänzend zur Ecke. Jamaika hing tief in den Seilen, hielt aber das 0:0. Trainer Sébastien Desabre wechselte, suchte den Funken. Und tatsächlich: Theo Bongonda brach durch, legte quer, Bakambu schob ins leere Tor – wieder Abseits. Zum zweiten Mal.

DR Kongo vs. Jamaika: Entscheidung in der Verlängerung


So musste die Verlängerung entscheiden. Dort zahlte sich die Dauerbelagerung endlich aus: In der 100. Minute rutschte ein abgefälschter Cipenga‑Eckball vor die Füße von Axel Tuanzebe, der aus kurzer Distanz über die Linie drückte.


Auf den Rängen wogte die Spannung, jedes Abseitssignal schnitt wie ein Messer durch den kongolesischen Jubel. Blake wuchs, während Jamaika auf den Lucky Punch hoffte. Doch als der Schlusspfiff ertönte, brachen bei Les Leopards alle Dämme: Spieler fielen sich in die Arme, Trainer und Betreuer rannten aufs Feld – eine Rückkehr auf die größte Bühne, erkämpft mit Geduld und Wucht.


Trotzdem war es noch nicht vorbei: Jamaika warf alles nach vorn, fand aber keinen Weg durch die kongolesische Abwehr. Späte Chancen von Edo Kayembe und Bakambu zum 2:0 blieben ungenutzt – doch das spielte keine Rolle mehr: Der Kongo fährt zur WM.


In der Gruppenphase warten nun Portugal, Usbekistan und Kolumbien in Gruppe K. Jamaika hingegen muss den Traum von der zweiten Endrunden‑Teilnahme erneut vertagen.

Werbung

Ältere Artikel

Liverpool hat neuen Kandidaten als Salah-Nachfolger – Ablöse: 50 Mio. Euro

Der FC Liverpool muss im Sommer einen Nachfolger für Mohamed Salah finden. Der Ägypter hat…

1. April 2026

Mitten im Aufstiegskampf: Schalke bangt um seinen Torjäger

Der FC Schalke 04 bangt nach dem Sieg von Bosnien-Herzegowina in der WM-Qualifikation gegen Italien…

1. April 2026

Das letzte WM-Ticket ist gezogen

Nach rund 900 Spielen ist die Qualifikation für die WM 2026 abgeschlossen. Der Irak steht…

1. April 2026

WM-Aus schockt Italien: Jetzt steht der Trainer vor dem Aus

Nach dem K.o. im Elfmeterschießen in der WM-Qualifikation liegt Italien am Boden. In diesem Zusammenhang…

1. April 2026

Wackelt der Trainerstuhl? Leverkusen prüft bereits mögliche Nachfolger

Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen erwägt nach Ablauf der aktuellen Saison möglicherweise einen Trainerwechsel. Die Verantwortlichen…

1. April 2026

EXKLUSIV | Die japanische Welle von der Bundesliga in die Premier League: Das große Rennen um Sano.

Eine unverzichtbare Konstante im Mittelfeld von 1. FSV Mainz 05, Kaishu Sano stellt in dieser…

1. April 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.