Wettbewerbe

Deutscher Trainer Hyballa tritt in Südafrika nach nur einem Monat zurück

Werbung

Peter Hyballa hat sein Engagement beim südafrikanischen Erstligisten Sekhukhune United nach wenigen Wochen beendet. Offiziell erklärte der Klub, der 48-Jährige sei aus „persönlichen Gründen“ zurückgetreten, doch Medienberichte zeichnen ein anderes Bild. Laut der südafrikanischen Zeitung „Sunday World“ soll ein Video aufgetaucht sein, das Hyballa bei einer nach dortigem Recht rechtswidrigen Handlung zeigt, woraufhin Unbekannte den Verein mit der Veröffentlichung des Materials erpresst haben sollen.

Die Vorwürfe:

  • Ein Video soll Hyballa in einem Bordell mit einer Prostituierten zeigen, Prostitution ist in Südafrika verboten.
  • Unbekannte sollen vom Verein eine Geldzahlung gefordert und mit Veröffentlichung gedroht haben.

Erpressungs-Verdacht und brüskes Medienverhalten

Dem Bericht zufolge suchte die Klubführung früh das Gespräch mit Hyballa. Zunächst soll der Deutsche bestritten haben, überhaupt in dem Video zu sehen zu sein, später aber eingeräumt haben, dass er die gefilmte Person sei. Der Verein blieb offiziell zurückhaltend und verwies auf rechtliche Gründe; Klubchef Simon Malatji bestätigte lediglich, man habe entsprechende Anfragen und Materialien zur Kenntnis genommen. Hyballa selbst reagierte verärgert auf Nachfragen und wies Journalisten laut Bericht mit scharfen Worten ab.

Der Rücktritt erfolgte, bevor Hyballa überhaupt ein Pflichtspiel als Trainer von Sekhukhune leitete – sein Engagement dauerte rund einen Monat. Für den als Pressing-Spezialisten bekannten Coach ist es damit die nächste kurze und turbulente Station in einer ohnehin bewegten Karriere.

Hyballas Vorgeschichte: Viel unterwegs, viel Unruhe

Hyballa galt einst als großes Trainertalent, arbeitete unter anderem im Nachwuchs von Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund und war bei der EM 2021 als Taktikexperte im Fernsehen im Einsatz. In den vergangenen Jahren sorgten jedoch mehrere Engagements für Schlagzeilen: Beim niederländischen Klub NAC Breda endete seine Zeit nach wenigen Monaten, nachdem Spieler ihm respektlosen Umgang und Mobbing vorgeworfen haben sollen. Beim dänischen Verein Esbjerg fB kam es ebenfalls zu massiven Konflikten, Spieler klagten über zu harte Methoden, woraufhin Hyballa schließlich zurücktrat.

Insgesamt hat der Deutsche bereits mehr als ein Dutzend Trainerstationen in verschiedenen Ländern durchlaufen – darunter Deutschland, Österreich, die Slowakei, Dänemark, Polen und die Niederlande. Der erzwungene Abschied aus Südafrika fügt seiner ohnehin wechselhaften Laufbahn nun ein weiteres Kapitel hinzu.

Werbung

Ältere Artikel

Glazer-Familie denkt um: Manchester United vor nächster Eigentümerwende?

Bei Manchester United könnte sich im Hintergrund die nächste große Machtverschiebung anbahnen. Laut einem Bericht…

4. Juni 2026

Neustart an der Seitenlinie: Iniesta beginnt Trainer-Karriere

Andrés Iniesta hat sein erstes Kapitel als Cheftrainer aufgeschlagen: Der frühere Welt- und Europameister übernimmt…

2. Juni 2026

Eine Legende tritt ab: James Milner beendet seine Karriere

Ein echtes Urgestein der Premier League hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Im Alter von…

1. Juni 2026

Deutschland – Finnland Tipps, Prognose & Quoten | Freundschaftsspiel 31.05.2026

Deutschland bestreitet sein letztes Heimspiel vor der WM 2026 in Mainz – und nutzt die…

30. Mai 2026

PSG – Arsenal Tipps, Prognose & Quoten | Champions League 30.05.2026

Nach dem Ende einer über 20 Jahre langen Durststrecke in der Liga greift Arsenal nun…

29. Mai 2026

Curaçao träumt vom Sensationsstart gegen Deutschland

Für Curaçao beginnt bei der Weltmeisterschaft ein Abenteuer – und für Trainer Dick Advocaat eine…

29. Mai 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.