Peter Hyballa sorgt abermals für negative Schlagzeilen. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)
Peter Hyballa hat sein Engagement beim südafrikanischen Erstligisten Sekhukhune United nach wenigen Wochen beendet. Offiziell erklärte der Klub, der 48-Jährige sei aus „persönlichen Gründen“ zurückgetreten, doch Medienberichte zeichnen ein anderes Bild. Laut der südafrikanischen Zeitung „Sunday World“ soll ein Video aufgetaucht sein, das Hyballa bei einer nach dortigem Recht rechtswidrigen Handlung zeigt, woraufhin Unbekannte den Verein mit der Veröffentlichung des Materials erpresst haben sollen.
Die Vorwürfe:
Dem Bericht zufolge suchte die Klubführung früh das Gespräch mit Hyballa. Zunächst soll der Deutsche bestritten haben, überhaupt in dem Video zu sehen zu sein, später aber eingeräumt haben, dass er die gefilmte Person sei. Der Verein blieb offiziell zurückhaltend und verwies auf rechtliche Gründe; Klubchef Simon Malatji bestätigte lediglich, man habe entsprechende Anfragen und Materialien zur Kenntnis genommen. Hyballa selbst reagierte verärgert auf Nachfragen und wies Journalisten laut Bericht mit scharfen Worten ab.
Der Rücktritt erfolgte, bevor Hyballa überhaupt ein Pflichtspiel als Trainer von Sekhukhune leitete – sein Engagement dauerte rund einen Monat. Für den als Pressing-Spezialisten bekannten Coach ist es damit die nächste kurze und turbulente Station in einer ohnehin bewegten Karriere.
Hyballa galt einst als großes Trainertalent, arbeitete unter anderem im Nachwuchs von Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund und war bei der EM 2021 als Taktikexperte im Fernsehen im Einsatz. In den vergangenen Jahren sorgten jedoch mehrere Engagements für Schlagzeilen: Beim niederländischen Klub NAC Breda endete seine Zeit nach wenigen Monaten, nachdem Spieler ihm respektlosen Umgang und Mobbing vorgeworfen haben sollen. Beim dänischen Verein Esbjerg fB kam es ebenfalls zu massiven Konflikten, Spieler klagten über zu harte Methoden, woraufhin Hyballa schließlich zurücktrat.
Insgesamt hat der Deutsche bereits mehr als ein Dutzend Trainerstationen in verschiedenen Ländern durchlaufen – darunter Deutschland, Österreich, die Slowakei, Dänemark, Polen und die Niederlande. Der erzwungene Abschied aus Südafrika fügt seiner ohnehin wechselhaften Laufbahn nun ein weiteres Kapitel hinzu.
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