DFB-Pokal

Vor 30 Jahren: Erst Pokalfinale, dann Zwangsabstieg!

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Wer komplettiert das Halbfinale? 1. FC Saarbrücken gegen Borussia Mönchengladbach, das ist am Dienstagabend die Nachholpartie im DFB-Pokal-Viertelfinale. Das Portal Fussballdaten.de blickt auf eine Halbfinal-Konstellation, die vor 30 Jahren ähnlich kurios war wie 2024. Das DFB-Pokal-Halbfinale 1994 im „Bericht aus Berlin“.

Es ist so etwas wie eine unserer Lieblings-Rubriken: „In dieser Woche vor 30 Jahren“ in der Fußball-Woche (Berlin). Dort wurde das DFB-Pokal-Halbfinale 1994 mit Ex-Bundesligist Tennis Borussia Berlin noch einmal lesenswert aufgerollt.

Man kann sagen: Es war ein Halbfinale der Außenseiter. Denn außer den in der 2. Liga spielenden „Veilchen“, wie der Klub aus dem Berliner Bezirk Charlottenburg auch genannt wird, waren noch Rot-Weiß Essen aus der 2. Bundesliga und der abstiegsbedrohte Bundesligist Dynamo Dresden unter den letzten Vier.

Einziger Platzhirsch war Pokal-Spezialist Werder Bremen. Die Mannschaft von Trainer-Legende Otto Rehhagel (85) hatte auf dem Weg ins Halbfinale u. a. den Erzrivalen Hamburger SV (4:2) und mit dem 1. FC Kaiserslautern (6:5 n. E. (2:2 n. V.) zwei Bundesligisten verabschiedet – und gewann auch in Dresden mit 2:0.

Essen hatte u. a. den FC St. Pauli und den MSV Duisburg aus dem Pokal geworfen.

1994: 250.000 Euro für das DFB-Pokal-Halbfinale

Tennis Borussia Berlin war u. a. gegen Eintracht Braunschweig, die Amateure des FC Bayern München und den SC Freiburg weitergekommen.

  • Der Halbfinal-Einzug brachte den beiden Zweitligisten eine sichere Einnahme von umgerechnet 250.000 Euro.
  • Die Bundeshauptstadt Berlin stellte zu diesem Zeitpunkt keinen Erstligisten.
  • Aber mit „TeBe“ hatte zum zweiten Mal in Folge ein Berliner Team die Chance auf das Finale.
  • 1993 hatten die Amateure von Hertha BSC, die im Finale nur knapp Bayer Leverkusen (0:1) unterlegen waren, diese „Einmal im Leben“-Gelegenheit für sich genutzt.

„Das Pokalendspiel ist ein Erlebnis, das einem keiner mehr nehmen kann“, so motivierte „TeBe“-Trainer Wolfgang Sidka, 1977 und 1979 in Diensten der Hertha Pokal-Finalist, seine Mannschaft.

Tennis Borussia Berlin reiste mit 1.000 Fans an die Essener Hafenstraße – diese Motivationshilfe reichte nicht.

„TeBe“, damals unter der Regentschaft von Präsident und Musik-Produzent (u. a. When the Rain begins to fall, Jermaine Jackson & Pia Zadora, 1984, d. Red.) Horst Nußbaum, genannt Jack White (Weltkarriere unter bürgerlichem Namen nicht möglich), verlor mit 0:2.

Halbfinale mit späterem BVB-Star

Stars beim Zweitliga-Schlusslicht aus Berlin waren der spätere Champions-League-Sieger (mit dem BVB 1997), René Tretschok, Ex-Bayern-Torhüter Gerry Hillringhaus, Andrzej Kobylanski und der Ex-Lauterer Thomas Vogel.

BILD forderte anschließend „Gnade für die Pokal-Helden aus der 2. Liga“. Umsonst.

  • Die Essener erhielten keine Zweitliga-Lizenz – und mussten trotz des Finaleinzugs (1:3 in Berlin gegen Bremen) zwangsabsteigen.
  • Für Bremens pfälzischen Star Mario Basler war es der einzige große Titel in 3 Jahren bei Werder.
  • Bis wieder eine Berliner Mannschaft – der 1. FC Union Berlin – im Finale in der eigenen Stadt stand, dauerte es bis zum Jahr 2001.
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