DFB-Pokal

Heidenheim gegen Frankfurt: Klare Vorzeichen vor dem Duell?

Am Mittwoch empfängt der 1. FC Heidenheim Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal. Lediglich in einem Testspiel vor rund zweieinhalb Jahren standen sich die beiden Teams gegenüber – damals gewannen die Süddeutschen mit 2:1. Doch heute stehen die Vorzeichen deutlich anders.

Frank Schmidt zeigt sich kämpferisch

Heidenheim geht als klarer Außenseiter in die Partie. Während der Zweitligist um den Verbleib in der Liga kämpft, steht die Eintracht nach der Hinrunde nur zwei Zähler hinter einem direkten Champions-League-Platz. Dennoch sieht Heidenheims Cheftrainer Frank Schmidt sein Team gegen die Hessen nicht chancenlos. „Wir können eine Überraschung schaffen. Wir werden bereit sein. Ich will morgen mit meiner Mannschaft zeigen, dass wir an diese Chance, egal wie groß sie ist, glauben. Ich will einen Pokal-Fight sehen, von der ersten bis zur letzten Sekunde“, so der 43-Jährige.

Die Taktik, sich nur hinten hinein stellen und abwarten zu wollen, ist für den gebürtigen Heidenheimer keine Option. „Totale Defensive können wir gar nicht, also ist das keine Option. Aber natürlich liegt der Schlüssel für uns in einem guten Defensivverhalten. Wenn es Frankfurt zulässt, wenn sie Schwächen zeigen, dann wollen wir da sein“, so Schmidt. Er erwartet einen offensiven Bundesligisten. Dort sieht der 43-Jährige die Chance für sein Team und verlangt, dass man die Hessen schnell überspielt.

Personell muss Schmidt im Vergleich zur letzten Partie in der 2. Liga (1:1 gegen Aue) umstellen. Stürmer Kolja Pusch muss aufgrund einer gelb-roten Karte in der vergangenen Runde pausieren. Ebenfalls ausfallen werden Rechtsverteidiger Ronny Philipp (Adduktorenprobleme) und Tim Starke (Leistenverletzung). Für Pusch und Philipp erwartet man Robert Glatzel und Marnon Busch in der Startformation der Heidenheimer.

Frankfurt reist mit breiter Brust nach Heidenheim

Für Eintracht Frankfurt hätte die Hinrunde kaum besser laufen können. Mit 26 Punkten und Platz 8 nach der Hinserie bewahrt man sich die Chance auf die internationalen Plätze. So beträgt der Rückstand auf Platz 3 lediglich zwei Zähler. Frankfurt dürfte nicht nur aufgrund der Ligaplatzierung als klarer Favorit in die Partie gehen. Denn die Hessen sind mit fünf Siege in neun Spielen die beste Auswärtsmannschaft in der Bundesliga. Und mit Heidenheim wartet ein Gegner, der nicht für seine Heimstärke bekannt ist. „Heidenheim ist ein etablierter Zweitligist, der durch mannschaftliche Geschlossenheit ein nicht zu unterschätzender Gegner ist“, warnt Frankfurts Vorstandsvorsitzender Fredi Bobic dennoch.

Die Eintracht tat sich in den Partien, bei denen man das Spiel selbst gestalten musste, allerdings schwer. So erklärte Cheftrainer Niko Kovac auch die Auswärtsstärke, denn die meisten Heimmanschaften wollen vor heimischer Kulisse die Partie in die Hand nehmen und genau dort schlug die Eintracht in der jüngeren Vergangenheit oftmals eiskalt zu. Man kann heute Abend von einer torreichen Partie ausgehen. Frankfurts Stammkeeper Lukas Hradecky behielt in den vergangenen 13 Partien lediglich ein Mal die weiße Weste – in den letzten neun Partien nicht ein Mal. Auch Heidenheim beendete die letzten acht Partien nur ein Mal ohne eigenen Treffer.

Ob Niko Kovac auf die Dienste von David Abraham zurückgreifen kann, steht noch offen. Der Abwehrspieler musste in der Partie gegen den Hamburger SV frühzeitig mit Wadenproblemen ausgewechselt werden. „Es wird eng“, äußerte sich Frankfurts Cheftrainer auf der Pressekonferenz. „Ich gehe davon aus, dass er seinen Mann stehen wird“, betont der 46-jährige Fußballlehrer allerdings zugleich. Des Weiteren werden die Langzeitverletzten Marco Fabián (Entzündung Lendenwirbelsäule), Jonathan de Gúzman (Schultereckgelenkssprengung), Omar Mascarell (Achillessehnenentzündung), Nelson Mandela Mbouhom (Kreuzbandriss) und Alexander Meier (Sprunggelenksverletzung) nicht zur Verfügung stehen. Die drei erstgenannten erwartet Niko Kovac nach langer Pause aber spätestens zum Rückrundenstart.

Voraussichtliche Aufstellungen

1. FC Heidenheim: Ke. Müller, Busch, Wittek, Beermann, Feick – Griesbeck, Titsch-Rivero – Schnatterer, M. Thiel – Glatzel, Verhoek

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Salcedo, Russ, Falette – M. Wolf, G. Fernandes, K.-P. Boateng, Willems – Gacinovic – Haller, Rebic

Fakten zum Spiel

  • Anstoß: Mittwoch, den 20.12.2017 um 20:45
  • Stadion: Voith-Arena, Heidenheim
  • Schiedsrichtergespann: Sven Jablonski (SR), Thomas Gorniak (SR-A. 1), Marco Achmüller (SR-A. 2), Timo Gerach (4. Offizieller)
  • Bilanz gegeneinander gesamt: /