Foto: Andreas Schlichter/Getty Images
Bis zum 3. September um 24 Uhr mussten die Vereine, die an der Europa League teilnehmen, ihren Kader übermitteln. In diesem dürfen maximal 25 Spieler stehen. Davon müssen vier beim Verein für drei Jahre zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr gespielt haben, zudem vier im selben Zeitraum beim Verband ausgebildet worden sein. Aufgrund dieser Regelungen traf es insgesamt fünf Eintracht-Profis, die nicht zum Europa-League-Kader gehören.
Diese fünf Profis sind Marco Fabian, Branimir Hrgota, Felix Wiedwald, Carlos Salcedo und Allan. Marco Fabian, Branimir Hrgota und Carlos Salcedo waren vor einigen Wochen aus dem Mannschaftstraining ausgeschlossen. Sie gründeten eine „Trainingsgruppe 2“. Und obwohl Trainer Adi Hütter sie jetzt wieder in die Profigruppe integrierte und allen noch eine Chance geben wollte, stehen sie nun nicht im Europa-League-Kader. Gerade für Marco Fabian dürfte das bitter sein, der im Interview mit der „Bild“ auf eine neue Chance bei der Eintracht gehofft hatte. Aber auch für die anderen aussortierten Profis ist es ein Signal, dass ihre Einsatzchancen sehr gering sind.
Zwei Aussortierungen fallen dann auch nochmal ganz besonders auf. Sowohl Allan als auch Felix Wiedwald waren erst in dieser Sommertransferphase zur Frankfurter Eintracht gewechselt. Nun sind sie nicht einmal für den Europa- League -Kader nominiert. Bei beiden hängt dies zwar auch mit den Nominierungsregularien zusammen, aber dennoch wirkt es recht seltsam. Wiedwald muss für Zimmermann weichen, weil dieser als ein „Local player“ von Eintracht Frankfurt gilt. Und Allan gehört als Brasilianer gar nicht zu den „Local playern“. 17 andere Profis aus dem Ausland waren wohl wichtiger.
Gerade im Fall Allan wirkt das Handeln der Eintracht-Bosse nahezu bizarr. Der Mittelfeldspieler wurde nach intensiver Testphase auf Leihbasis vom FC Liverpool ausgeliehen. Ein Kandidat für die erste Mannschaft scheint der Brasilianer allerdings nicht zu sein, was die Europa-League-Kadernominierung bestätigt. Aber auch Wiedwald kam mit anderen Erwartungen zur SGE. Er wird wohl bald wieder wechseln, da er in der Bundesliga hinter Kevin Trapp und Frederik Rönnow maximal die Nummer drei ist und in der Europa League gar nicht dabei sein kann.
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