Eric Alonso/Getty Images
Mit rund 68,18 % der Stimmen (32.934 Stimmen) ließ Laporta seinen Konkurrenten Victor Font, der nur 29,78 % (14.385 Stimmen) erhielt, weit hinter sich. Etwa 2 % der Stimmen waren leer oder ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei zehntausenden stimmberechtigten Mitgliedern, die in mehreren Wahllokalen ihre Stimme abgaben. Offizielle Zahlen bestätigen den klaren Sieg für Laporta. Er tritt als erster demokratisch gewählter Präsident des FC Barcelona in zwei unterschiedlichen Amtszeiten an die Spitze des Vereins.
Nach den Jahren 2003–2010 und seit 2021 führt er den Klub nun bis mindestens 2031. In seiner Amtszeit von 2003 bis 2010 führte Laporta Barça aus einer tiefen Krise heraus und leitete einen der goldensten Abschnitte des Klubs ein. Er holte vier La-Liga-Titel, zwei Champions-League-Titel (2006 und 2009) und insgesamt 12 große Trophäen in sieben Jahren. Highlights waren das Sextuple 2009 unter Trainer Pep Guardiola, das Rekordjahr mit sechs Titeln in einem Kalenderjahr. Seit seiner Rückkehr 2021 steuert er den Verein durch Finanz- und sportliche Krisen, den Abgang von Lionel Messi und andere Umbrüche.
Der Weg zum Sieg war alles andere als ruhig. Im Vorfeld der Wahl eskalierten die Angriffe zwischen Laporta und Font massiv. Besonders brisant: Gerüchte um einen möglichen Transfer von Starstürmer Erling Haaland. Font soll eine Kaufoption für den Norweger thematisiert haben. Laporta konterte scharf und nannte es „eine glatte Lüge“. Er zitierte Haaland-Agentin Rafaela Pimenta, die jeden Kontakt dementierte, und forderte Font auf: „Du solltest den Mund halten!“ Laporta warf dem Rivalen vor, seinen Wahlkampf auf Falschinformationen aufzubauen und alles zu zerstören, was in den letzten Jahren aufgebaut wurde.
Zentrales Thema war auch die Zukunft von Trainer Hansi Flick. Laporta betonte mehrmals, dass Flick nur unter seiner Führung langfristig bleiben würde. Berichte vor der Wahl deuteten darauf hin, dass Flick bei einem Sieg von Font aus Loyalität zu Laporta und Sportdirektor Deco den Klub hätte verlassen können, obwohl Font signalisiert hatte, Flick behalten zu wollen. Flick selbst gab seine Stimme ab und feierte mit Laporta.
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