Mike Hewitt/Getty Images
Der FC Barcelona hat sich offiziell aus der geplanten Super League zurückgezogen. Wie die Katalanen in einer kurzen Erklärung auf ihrer Webseite mitteilten, hat man die Liga und die anderen Gründungsmitglieder formell über den Austritt informiert. Damit bleibt Real Madrid als einziger Verein in der European Super League vertreten. Die Könglichen und der FC Barcelona hatten sich bis zuletzt hinter die Pläne gestellt, nachdem die anderen zehn Klubs spätestens Ende 2021 ausgestiegen waren.
Die Liga wurde im April 2021 von zwölf Vereinen mit dem Ziel gegründet, einen von der UEFA unabhängigen Wettbewerb zu schaffen, in dem sich europäischen Spitzenvereine messen sollten. Die Klubs erhofften sich „ein deutlich größeres Wirtschaftswachstum und eine Unterstützung für den europäischen Fußball.“ Aufgrund massiver Kritik von Fans, nationalen Ligen, Klubs und Spielern sowie dem drohenden Ausschluss aus UEFA-Wettbewerben scheiterte die geplante Super League in ihrer ursprünglichen Form innerhalb von 48 Stunden.
Nach einem vor Gericht ausgetragenen Streit mit der UEFA wurde die Tür für den Spielbetrieb Ende 2023 wieder geöffnet. Das Unternehmen hatte gegen mögliche Sanktionen der UEFA geklagt und nach einem langwierigen Prozess Recht bekommen. Die Super League präsentierte daraufhin angepasste Pläne für einen noch größeren Wettbewerb mit mehreren Spielklassen und bis zu 80 Mannschaften.
A22, die Beratungsagentur hinter der Super League, reagierte damit auf den schnell gescheiterten Erstentwurf. Dieser fand jedoch wenig Unterstützung bei den europäischen Top-Klubs, selbst bei denen, ursprünglich ihre Teilnahme zugesagt hatten. Zu den zwölf Gründungsmitgliedern gehörten sechs englische Vereine sowie jeweils drei Klubs aus Italien und Spanien. Die mit einem Beitritt in Verbindung gebrachten Bundesliga-Klubs, darunter der FC Bayern und Borussia Dortmund, hatten das Projekt stets abgelehnt.
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