Argentinien gegen Marokko (1:2) bei Olympia 2024 endete im Eklat. Foto: Getty Images.
Ausgerechnet Saint-Etienne! Im Stade Geoffroy-Guichard, wo es am 30. Juni 1998 gegen England (4:3 n. E. / 2:2 n. V.) eines der dramatischsten WM-Spiele Argentiniens gegeben hatte, erlebte die Olympia-Auswahl der „Albiceleste“ zum Auftakt gegen Marokko (1:2) einen Skandal-Abend.
Es wurde dieses Mal bei Argentinienn gegen Marokko bei Olympia nicht minder dramatisch.
Dabei dauerte es bis zur 79. Minute, ehe Argentinien überhaupt zu einem Eckball kam.
Die von Olympiasieger Javier Mascherano trainierten „Gauchos“ mit dem wertvollsten Spieler des Turniers, Weltmeister Julian Alvárez in der Startelf, brachten ihre Kader-Qualität zu selten auf den Platz.
Erst in der 16. Minute der Nachspielzeit rettete Cristian Medina (22) vom Maradona-Klub Boca Juniors Argentinien scheinbar den Olympia-Auftakt – mit dem 2:2, wie alle dachten.
Einige der in der Mehrheit befindlichen marokkanischen Fans stürmten das Spielfeld, es gab eine 110-minütige Unterbrechung. So viel zum Thema „Olympischer Geist“. Anderes Thema…
„Die Sitzung wurde unterbrochen. Bitte gehen Sie zum nächsten Ausgang“, war auf den Videoleinwänden in Saint-Etienne zu lesen. Schwerbewaffnete Polizisten marschierten auf, räumten das Feld.
Was die argentinischen Spieler offenbar nicht wussten: In dieser Zeit wurde das Tor per VAR auf eine Abseitsstellung überprüft.
Und tatsächlich: Der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg nahm den Treffer im inzwischen leeren Stadion doch noch zurück – 1:2 nach 120 Spielminuten, 4 Minuten Nachspielzeit gab es noch einmal obendrauf.
„Das ist der größte Zirkus, den ich je in meinem Leben gesehen habe“, war Javier Mascherano sauer. Tja, wer nicht?
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