Drei Spiele, drei Pleiten: Tottenham zweifelt bereits an Tudor

Die Horrorsaison von Tottenham Hotspur findet kein Ende. Zuletzt verloren die „Spurs“ am Freitagabend mit 1:3 und mussten damit ihre 14. Saisonniederlage hinnehmen. Auch Interimstrainer Igor Tudor scheint nicht die passenden Mittel zu finden. Der Kroate soll sogar kurz vor einem schnellen Aus stehen.
Drei Spiele, null Punkte
Die Entlassung von Thomas Frank zeichnete sich bei den „Lillywhites“ im Laufe der Saison immer stärker ab. Unter seinem Nachfolger Igor Tudor hat sich die Lage der Startruppe bislang jedoch nicht verbessert. Aus seinen ersten drei Spielen holten die „Spurs“ keinen einzigen Punkt. Dabei erzielten sie zwar drei Tore, kassierten aber neun.
Im gesamten Fußballjahr 2026 beträgt die Ausbeute bisher nur vier Punkte in der Premier League. Das letzte Mal gewann der Klub aus Nordlondon Ende Dezember im Hinspiel gegen Crystal Palace. Wie das englische Portal „Football Insider“ berichtet, könnte die Amtszeit von Igor Tudor deshalb bereits früher enden als gedacht.
Demnach betrachteten die Spurs-Bosse die Niederlage gegen die Mannschaft von Oliver Glasner als Schlüsselspiel. Zwar erhält Tudor noch ein paar Spiele Zeit, die Lage zu verbessern. Auf dem Programm stehen allerdings Liverpool sowie mit Nottingham Forest ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf. Dazu kommen zwei schwierige Spiele im Achtelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid.
Klublegende bis Saisonende?
Sollten die Spurs-Bosse das Interimsengagement von Igor Tudor zu einem kurzen Intermezzo machen, könnte mit Robbie Keane eine Klublegende einspringen. Der Ire stand in über 300 Spielen für Tottenham auf dem Platz und gewann 2008 den Ligapokal. Als Cheftrainer wurde er bislang jedoch nur israelischer und ungarischer Meister. Aktuell betreut er Ferencváros Budapest – ein Wechsel nach Nordlondon wäre ein großer Sprung.
Mit Mauricio Pochettino ist eine weitere Vereinslegende ein Thema für die Trainerbank. Der Argentinier könnte jedoch erst zur neuen Saison übernehmen, da er die USA bei der Heim-WM betreut. Wie der englische „Telegraph“ berichtet, führte Tottenham auch Gespräche mit Roberto De Zerbi. Der Italiener ist nach seinem jähen Marseille-Aus seit einem Monat vereinslos. Als ehemaliger Brighton-Trainer kennt er die Premier League gut und gilt als taktisch versiert.
Eine Entscheidung für die kommende Saison hängt letztlich auch von der Frage ab, ob die „Spurs“ die Klasse halten können. Das Ende der unruhigen Wochen und Monate scheint derzeit nicht in Sicht.



