Selhurst Park Stadium, 25. Januar 1995 - Sekunden vor dem Unglück. Wenig später setzte Eric Cantona zum Kung Fu Tritt gegen den Zuschauer Matthew Simmons (m., schwarze Lederjacke) an. Foto: Shaun Botterill/ALLSPORT via Getty Images.
Vor ein paar Jahren blickte Eric Cantona auf seine Fußballkarriere zurück. Und der verrückte Franzose wäre nicht er selbst gewesen, wenn die Szene vom 25. Januar 1995 nicht auch sein ganz persönliches Highlight gewesen wäre.
„Ich hatte viele tolle Momente in meiner Karriere, aber der beste war, als ich den Hooligan getreten habe“, zeigte Cantona wenig Einsicht.
Den „Hooligan“, den er um trat, weil er angeblich gallische Schimpfwörter ohne englische Übersetzung in seine Richtung gebrüllt hatte, während Cantona nach einem Platzverweis nach Foul an Palace-Abwehrspieler Richard Shaw vom Platz stapfte.
Was Simmons wirklich gesagt hat, haben wir nicht schriftlich. Seine Anwälte bestritten die Cantona-Version mit Beleidigungen gegen ihn und seine Mutter später vehement. Klar.
Simmons erreichte wenige Sekunden nach Cantonas Roter Karte die Bande. Umfassungszäune gab es in britischen Stadien seit dem Taylor-Report von 1993 nicht mehr.
Cantona ging nicht vorbei. Er sprang urplötzlich hoch, trat Simmons im Stile eines Kung-Fu-Kämpfers und stürzte sich auf ihn. „Der Kerl hat meine Mutter beleidigt“, begründete Erich Cantona später vor Gericht den Ausraster, „das konnte ich nicht durchgehen lassen.“
Vor Gericht war man es ratlos. „Was ich nicht verstehe ist, wie ein Franzose für Manchester United spielen kann. Er ist ja noch nicht mal Engländer“, sagte Lord Richter Denning im anschließenden Verfahren über Cantona.
Offenbar hatte der Jurist einen tätlichen Angriff auf einen Zuschauer eher einem englischen Spieler zugetraut…
Cantona trat auf einer Pressekonferenz im Herbst 1995 noch mal nach. Im Cantona-Chinesisch nahm er sich die die englische Boulevardpresse vor, die er als eine „Horde von Seemöwen, die hinter einem Frachter herfliegt, weil sie glaubt, Sardinen aufschnappen zu können“, titulierte.
Ein Philosoph. „Ich wollte irgendetwas sagen. Es sollte zwar etwas bedeuten, aber ich weiß nicht genau, was“, lieferte Cantona später eine Erklärung, mit der wir nicht wirklich was anfangen können. Wahrscheinlich war es aus der Reihe „Los, sagen Sie irgendwas? Tja, was soll ich denn sagen?“
So unberechenbar Cantona in der Szene mit Simmons agierte, so plötzlich kam auch sein Karriere-Ende. 1997 warf er bei Manchester United nach dem verpassten Champions-League-Finale in, als „Fußballgott“ Jürgen Kohler im Halbfinale in Old Trafford (0:1) im Liegen gegen ihn klärte. Auch das ist eine Szene mit Cantona, die Kultstatus hat.
David Beckham erklärt das Prinzip Erich so: „Er ist ein ruhiger Mann, dieser Eric Cantona. Aber er ist auch ein Mann, der wenig Worte macht…“
Liverpool FC ist entschlossen, im Sommer seinen Transfer-Schwerpunkt umzusetzen. Hauptziel der Reds bleibt die Verpflichtung…
„.Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“ – die alte Fußball-Weisheit hat den FC…
Das letzte Spiel vor der Länderspielpause bestreiten am Sonntagabend (22.03., 19:30 Uhr) der FC Augsburg…
Am Sonntag treffen in der Bundesliga der FC St. Pauli und der SC Freiburg aufeinander.…
Nachdem der 1. FSV Mainz unter der Woche das Viertelfinale der Europa League erreicht hat,…
Derbytime in der spanischen Hauptstadt. Real trifft auf Atletico. Die La Liga verabschiedet sich mit…
Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.