Eddie Keogh/Getty Images
Der FC Chelsea hat sich an Neujahr von Cheftrainer Enzo Maresca getrennt, wie die Engländer bestätigen. Rund um das 2:2 gegen Bournemouth am Vorabend gab es schon viel Aufsehen um den 45-Jährigen.
„Der Chelsea Football Club und Cheftrainer Enzo Maresca gehen getrennte Wege“, heißt es in dem Klub-Statement von Donnerstagmittag. Im Sommer 2024 übernahm der Italiener an der Stamford Bridge führte die Blues in seiner ersten Saison auf Anhieb in die Champions League. Zudem gewann er die Conference League sowie die reformierte Klub-WM in den USA. Maresca bleibe „ein wichtiger Teil der jüngeren Klub-Geschichte“, doch „eine Veränderung“ würde dem Verein helfen, zurück in die richtige Spur zu führen.
Derzeit befindet sich Chelsea in einer Krise. Der Dezember hat dem Londoner Klub nicht den erwünschten Erfolg gegeben, was sich jetzt ändern muss. Noch im November lief es außerordentlich gut für die Blues, die sich aktuell auf dem fünften Platz in der Premier League befinden. Man bezwang den FC Barcelona mit 3:0, hatte ein starkes Remis gegen den FC Arsenal (1:1) sich erspielt und lag in einer aussichtsreichen Position. Es folgte unter anderem eine Niederlage gegen Aufsteiger Leeds United (1:3).
Nach dem 2:0-Sieg gegen Everton Mitte Dezember, sprach Maresca von den „schlimmsten 48 Stunden“, die er im Verein erlebt hatte. Es ist nicht der erste kryptische Kommentar gewesen, den er von sich gab. Im Hintergrund machen sich Gerüchte breit, dass er bei Manchester City wohl auf der Liste steht für einen möglichen Trainer-Job. Denn Pep Guardiola könnte am Ende der aktuellen Saison die Citizens verlassen, trotz seines Vertrags bis 2027.
The Athletic berichtet nun, dass Maresca mit Personen gesprochen hat, die in Verbindung mit City stehen. Er informierte Chelsea zweimal – Mitte Okotber und Mitte Dezember – über seine Gespräche, da er laut Vertrag dazu verpflichtet ist. Laut Transfer-Experte Ben Jacobs überraschte dies mehrere Personen innerhalb der Chelsea-Hierachie. Manche haben sogar geglaubt, dass Maresca dadurch abgelenkt war. Zudem gab es wohl Unstimmigkeiten zwischen dem Trainer und der Medizinabteilung der Blues, bezüglich der Belastung und des Wohlbefindens der Spieler.
Jetzt ist es vorbei zwischen Maresca und Chelsea. Von Seiten des Vereins gibt es keine Mitteilung, wer ab sofort an der Seitenlinie stehen wird. Wie talksport und The Athletic übereinstimmend berichten, hat man mit Liam Rosenior einen möglichen Kandidaten gefunden. Der 41-Jährige hat bei Racing Strasbourg in Frankreich bislang überzeugen können und wird von Chelsea als langfristige Option angesehen. Anders als zum Beispiel bei Oliver Glasner, der inzwischen nicht mehr auf dem Radar ist.
Am kommenden Sonntag wird es ironischerweise zum Liga-Kracher gegen Manchester City kommen. Ob Rosenior dann schon auf dem Trainerstuhl sitzen wird, bleibt abzuwarten.
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