Winter-Transferfenster in der Premier League – Gewinner und Verlierer

Das Winter-Transferfenster in der Premier League ist nun geschlossen. Insgesamt verlief es eher ruhig, mit nur wenigen wirklich bedeutenden Transfers. Werfen wir einen Blick darauf, wer seine Hausaufgaben gemacht hat – und wer seine Fans eher enttäuschte.
Manchester City investiert erneut kräftig
Manchester City hat wieder tief in die Tasche gegriffen. Man muss zugeben: Die „Citizens“ haben in diesem Transferfenster ordentlich gearbeitet und zwei echte Top-Spieler verpflichtet.
Der erste ist zugleich der teuerste Transfer dieses Winterfensters: Antoine Semenyo wechselte für 72 Millionen Euro von Bournemouth nach Manchester.
Der zweite ist Marc Guéhi von Crystal Palace. Sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen, und mehrere europäische Spitzenklubs – darunter Bayern München, Liverpool und Real Madrid – zeigten Interesse. City handelte jedoch am schnellsten. Neben einer Ablösesumme von 25 Millionen Euro erhält Guéhi zudem einen der bestdotierten Verträge der Premier League.
Gleichzeitig verkaufte City Oscar Bobb für über 30 Millionen Euro an Fulham. Zudem verließen Stefan Ortega, Claudio Echeverri und Kalvin Phillips den Klub.
Crystal Palace
Bei Crystal Palace muss man zunächst auf die Abgänge schauen. Guéhi wechselte zu City, doch der Klub konnte Jean-Philippe Mateta halten. Darüber hinaus verstärkte sich Palace mit Jørgen Strand Larsen für 50 Millionen Euro von Wolverhampton sowie mit Brennan Johnson für 40 Millionen Euro von Tottenham.
Diese beiden Transfers machen das Fenster trotz des Abgangs von Guéhi insgesamt zu einem Erfolg.
Bournemouth reinvestiert die Semenyo-Millionen
Auch Bournemouth reagierte schnell auf den Verkauf von Semenyo. Der Klub verpflichtete das brasilianische Talent Rayan, das bereits einen starken Start in der Premier League hingelegt hat.
Zusätzlich kamen Alex Tóth (von Ferencváros), Christos Mandas (Leihe von Lazio) sowie Fraser Forster als vereinsloser Spieler.
Wer hatte das schwächste Transferfenster?
Drei Vereine wurden bereits als Gewinner genannt. Nun zu den Enttäuschungen – und hier fällt erneut der Name Manchester United.
Die „Red Devils“ tätigten keinen einzigen Transfer. Trotz zahlreicher Gerüchte rund um mögliche Neuzugänge am Old Trafford bekam Trainer Michael Carrick keinen neuen Spieler für seinen Kader.
Überraschend ähnlich ist die Situation bei Newcastle United. Keine neuen Gesichter im St. James’ Park deuten wohl auf eine strenge finanzielle Kontrolle hin. Newcastle, das in den vergangenen Jahren viel investiert hat, scheint nun besonders vorsichtig zu wirtschaften.
Trainer Eddie Howe muss die Saison mit dem aktuellen Kader zu Ende bringen – angesichts mehrerer Verletzungen eine große Herausforderung.
Ein weiterer Klub mit eher überschaubarer Transferbilanz ist Tottenham. Die Spurs verpflichteten Conor Gallagher für 40 Millionen Euro von Atlético Madrid sowie Souza für 15 Millionen Euro vom FC Santos. Angesichts der langen Verletztenliste reichen diese Transfers jedoch kaum aus, um die Erwartungen von Trainer Thomas Frank vollständig zu erfüllen.



