Zwangsverkauf anberaumt: Juventus könnte Fußballklub übernehmen

Chelsea und der argentinische Traditionsverein River Plate sprachen zuletzt über eine Zusammenarbeit in Sachen Talente. Nun könnte es zur nächsten Kooperation zwischen einem europäischen und südamerikanischen Topklub kommen. Juventus Turin und Botafogo Rio de Janeiro stehen vor einer ähnlichen Kooperation.
Holding-Gruppe mit finanziellen Problemen
Wie die Financial Times berichtet, interessiert sich Exor-Chef John Elkann (Juventus Turin) für den Kauf von Botafogo Rio de Janeiro. Der brasilianische Traditionsklub ist Teil der Eagle Football Holdings, die allerdings von finanziellen Schwierigkeiten geplagt ist, wodurch ihre Klubs zum Verkauf stehen. Neben Botafogo gehören auch Olympique Lyon und RWDM Molenbeek zur Fußballgruppe. Bis vergangenen Sommer war zudem Crystal Palace Teil des Klub-Konglomerats, das nun vor dem Aus steht.
Kurioserweise wurden die Klubs per Zeitungsinserat in der Financial Times zum Verkauf angeboten. Seit der Übernahme durch die Eagle Football Holdings im Jahre 2022 häufte Botafogo Schulden in Höhe von etwa 460 Millionen Euro an. Eagle-Boss John Textor galt dabei als Hauptverantwortlicher trat zuletzt aber von seiner Position aufgrund fehlender Rückendeckung innerhalb des Unternehmens zurück. Unter der Eigentümerschaft der Eagle-Gruppe gewann Botafogo 2024 die brasilianische Meisterschaft und die Copa Libertadores.
Neben John Elkann gibt es noch weitere Interessenten. Dazu zählen RedBird Capital Partners (Milan, Toulouse), Apollo Global Management (Atletico Madrid, Minderheitseigentümer bei Wrexham), Scheich Mohammed bin Abdullah Al Thani sowie mehrere Geschäftsmänner. Durch einen Kauf von Botafogo könnte Juventus eine wichtige Verbindung nach Brasilien knüpfen. Dabei wäre vor allem das Thema Talente für die Bianconeri interessant.



