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Wettbewerbe

WAFCON 2026: Favoriten, brisante Duelle und der Kampf um die WM-Tickets

Mit der Frauen-Afrikameisterschaft 2026 steht dem afrikanischen Fußball eines der wichtigsten Turniere der kommenden Jahre bevor. Vom 26. Juli bis 16. August kämpfen in Marokko erstmals 16 Nationalteams um den kontinentalen Titel. Gleichzeitig geht es um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien, für die sich die vier Halbfinalisten direkt qualifizieren.

Gruppe A: Gastgeber Marokko vor politisch aufgeladenem Duell

In Gruppe A richtet sich der Blick vor allem auf Gastgeber Marokko. Die „Atlas Lionesses“ gehören zu den Mitfavoriten und treffen auf Algerien, Senegal und Kenia. Das größte Interesse dürfte dabei das Nordafrika-Duell zwischen Marokko und Algerien wecken. Die Rivalität zwischen beiden Ländern reicht weit über den Fußball hinaus und sorgt regelmäßig für besondere Brisanz. Sportlich gelten beide Mannschaften als die stärksten Teams der Gruppe und haben beste Chancen auf das Viertelfinale.

Auch Senegal könnte allerdings ein Wörtchen mitreden. Kenia dagegen geht als Außenseiter ins Turnier und verfügt nur über wenig Erfahrung auf diesem Niveau.

Gruppe B: Titelverteidiger Südafrika unter Druck

Titelverteidiger Südafrika hat auf dem Papier eine lösbare Aufgabe vor sich. Gegner sind die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Tansania. Dennoch dürfte insbesondere das Duell mit der Elfenbeinküste ein Gradmesser werden.

Die Westafrikanerinnen kehren nach längerer Abwesenheit auf die große Bühne zurück und haben aus südafrikanischer Sicht noch einen besonderen Platz in den Erinnerungen. Die Elfenbeinküste verhinderte 2014 die WM-Qualifikation von Banyana Banyana. Für Trainerin Desiree Ellis, die damals bereits zum Trainerstab gehörte, bietet sich nun die Chance zur sportlichen Revanche.

Südafrika bleibt Favorit auf den Gruppensieg, darf sich jedoch keine Nachlässigkeiten erlauben.

Gruppe C: Die Todesgruppe

Die wohl stärkste Gruppe des Turniers ist Gruppe C. Rekordsieger Nigeria bekommt es mit Sambia, Ägypten und Debütant Malawi zu tun.

Das absolute Highlight der Vorrunde dürfte hier das Duell zwischen Nigeria und Sambia werden. Beide Mannschaften zählen zu den stärksten Teams Afrikas und verfügen über internationale Stars. Während Nigeria auf seine enorme Turniererfahrung baut, führt Sambia mit Barbra Banda eine der gefährlichsten Angreiferinnen des Kontinents ins Rennen.

Auch Ägypten könnte mit seiner taktischen Disziplin für Überraschungen sorgen. Malawi reist zwar als Neuling an, verfügt mit den Chawinga-Schwestern aber über Offensivspielerinnen von internationalem Spitzenformat. Ein frühes Ausscheiden eines namhaften Teams scheint in dieser Gruppe durchaus möglich.

Gruppe D: Traditionsduell zwischen Ghana und Kamerun

Gruppe D verspricht ebenfalls Spannung. Ghana, Kamerun, Mali und Debütant Kap Verde kämpfen um die beiden Viertelfinalplätze.

Besonders das Aufeinandertreffen von Ghana und Kamerun dürfte wegweisend für den weiteren Turnierverlauf sein. Beide Nationen gehören seit Jahren zu den festen Größen im afrikanischen Frauenfußball. Ghana erreichte bei der vergangenen Ausgabe Platz drei und zählt erneut zum erweiterten Favoritenkreis. Kamerun hingegen will nach der verpassten Endrunde 2024 wieder an frühere Erfolge anknüpfen.

Mali hat zuletzt ebenfalls Fortschritte gemacht und könnte von einem Ausrutscher der Favoriten profitieren. Kap Verde geht als unbekannter Debütant ins Turnier und könnte die Überraschungsmannschaft der Gruppe werden.

WM-Tickets als zusätzlicher Anreiz

Neben dem kontinentalen Titel steht für alle Teams die Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 im Mittelpunkt. Die vier Halbfinalisten lösen direkt ihr Ticket für Brasilien. Dadurch dürfte bereits die Gruppenphase mit maximaler Intensität geführt werden.

Vor allem die Duelle Marokko gegen Algerien, Südafrika gegen Elfenbeinküste, Nigeria gegen Sambia sowie Ghana gegen Kamerun versprechen schon in der Vorrunde Endrundencharakter. Sie könnten entscheidenden Einfluss darauf haben, welche Nationen im August noch vom Titel und von der Weltmeisterschaft träumen dürfen.