DFB-Kritik erfolgreich – WM-Prämien steigen drastisch!

Im Vorfeld der WM 2026 haben der DFB sowie weitere Verbände massive Kritik an den WM-Prämien der FIFA geübt. Bei der FIFA hat man jetzt auf die zunehmend kritischen Stimmen reagiert – die FIFA-Prämien wurden im Zuge einer Sitzung des FIFA-Councils in Vancouver drastisch erhöht. Der DFB kann somit mit höheren Grundeinnahmen kalkulieren.
Knapp 20% mehr Prämien
Bei der Sitzung in Vancouver bestimmte der FIFA-Council, dass der bisherige Pot von 727 Millionen US-Dollar um knapp 20% steigen wird. Der neue Pot beträgt 871 Millionen US-Dollar – umgerechnet sind das knapp 744 Millionen Euro). Für den DFB sowie alle weiteren 47 teilnehmenden Nationen bedeutet das eine höhere Startprämie und angepasste Vorbereitungskosten. Die Startprämie wird von 9 Millionen US-Dollar auf 10 Millionen US-Dollar angehoben.
Deutlich drastischer sind die Anpassungen der Vorbereitungskosten. Diese werden von 1,5 Millionen US-Dollar auf 2,5 Millionen US-Dollar angehoben.
Keine Änderungen an den Preisgeldern
Keine Änderung gibt es hingegen bei den Preisgeldern. Statt die stärksten Verbände zu belohnen, möchte man die kommerziellen Mehreinnahmen an alle 48 teilnehmenden Nationen fair verteilen. Das Preisgeld für den kommenden WM-Sieger bleibt somit bei 50 Millionen US-Dollar.
Gianni Infantino ließ dazu vermelden: „Die FIFA ist stolz darauf, sich in der finanziell stabilsten Position ihrer Geschichte zu befinden, was es uns ermöglicht, all unseren Mitgliedsverbänden auf beispiellose Weise zu helfen. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Ressourcen der FIFA wieder in den Sport reinvestiert werden.“
Kritik aufgrund Planungssicherheit
Die Kritik vieler Verbände kam im Vorfeld der WM 2026 auf, da trotz steigender Teilnehmerzahl keine wirklichen Mehreinnahmen zu verzeichnen waren. Ebenfalls schwankt der Kurs des US-Dollars seit dem Beginn des Iran-Krieges stark, sodass die Kalkulation für viele Verbände extrem erschwert wurde. Nicht vergessen sollte man außerdem das amerikanische Steuersystem. Die US-Bundesstaaten haben jeweils unterschiedliche Steuerraten – für die DFB-Buchhaltung ein absoluter Albtraum.



