1. FC Kaiserslautern

Vor 40 Jahren: Top-Transfer mit Abschiedsspiel

Werbung

Es war am 24. April 1984 – Mit dem schwedischen Torhüter Ronnie Hellström († 2022) vom 1. FC Kaiserslautern erhielt erstmals ein Bundesliga-Legionär ein offizielles Abschiedsspiel. Das Portal Fussballdaten.de würdigt Ronnie Hellström zum 40. Jahrestag dieses besonderen Spiels.

Ronnie Hellström haben wir  an dieser Stelle schon häufiger gedacht.

Der am 6. Februar 2022 mit 72 Jahren verstorbene Torhüter setzte Meilensteine in der Bundesliga und bei Weltmeisterschaften. Er war ein tadelloser Sportsmann und großartiger Experte für die schwedische Nationalmannschaft.

Jedes Mal, wenn wir über Hellströms Rekorde berichten, fällt auf, wie sehr der „Wikinger“ eigentlich fehlt. Auch der 1. FC Kaiserslautern könnte seinen Support aktuell dringend brauchen, das aber nur nebenbei.

Transfer-Hit

Die Pfälzer landeten 1974 mit der Verpflichtung des neben Weltmeister Josef Dieter („Sepp“) Maier (80) und des Jugoslawen Enver Maric (76 / wechselte 1976 zu Schalke 04) besten Torhüters der WM-Endrunde einen echten Coup.

Möglich wurde dieser Transfer durch die Initiative des Schuhfabrikanten Willi Müller († 2004) aus Waldfischbach, einer FCK-verrückten Gemeinde, die an der B270 nur 23 Autominuten vom Fritz-Walter-Stadion entfernt liegt.

Roland Sandberg machte 1973 beim 1. FCK den Anfang, ihm folgten Hellström, Benny Wendt 1977 von TeBe Berlin und Torbjörn Nilsson 1982 in die pfälzisch-schwedische Fußballkolonie.

2 Pokalfinals

Einen Titel konnten die Skandinavier mit Lautern nicht gewinnen – trotz zweier DFB-Pokalfinals 1976 (0:2 gegen den HSV in Frankfurt) und 1981 (1:3 gegen die Frankfurter Eintracht in Stuttgart).

Und obwohl, wie Manfred Münchrath am 22. April 2024 im Kicker-Sportmagazin schrieb, Ronnie Hellström „teilweise auf Weltklasse-Niveau spielte.“

Das stimmt. Vor allem im legendären UEFA-Cup-Viertelfinale 1982 gegen Real Madrid (5:0), als Hellström einen Elfmeter von Rafael Garcia Cortés hielt, sorgte der Keeper europaweit für Furore.

In den Rankings schlug sich das so nieder: Einstufung in den berühmten Kicker-Ranglisten des deutschen Fußballs in die Rubrik „Weltklasse“ im Sommer 1978.

Dazu 11-mal im Ranking „internationale Klasse“.

266 Spiele

Mehr konntest du als FCK-Kassenpatient in dieser Zeit kaum erwarten! Hellström und die schwedische Fraktion brachten die „Roten Teufel“ aus der Rüpel-Ecke heraus und spielten 1978/79 unter der Regie von Trainerlegende Karl-Heinz „Kalli“ Feldkamp (89) erstmals um die Deutsche Meisterschaft mit.

266-mal stand Ronnie Hellström in der Bundesliga auf dem Platz – häufiger als jeder andere der 80 schwedischen Spieler seit 1963.

Bis September 2022 war Hellström auch der am meisten eingesetzte ausländische Torhüter der Liga-Historie, ehe er von dem Schweizer Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) abgelöst wurde.

Als Ronnie Hellström nach seinem Abschiedsspiel am 24. April 1984 mit jugendlichen Fans auf die Ehrenrunde ging, würdigte ihn ZDF-Kommentator Eberhard Figgemeier († 2020): „Er war meistens die Nummer eins, sportlich und – das rechnen sie ihm hier hoch an – auch menschlich.“

Weitere News und Transfergerüchte rund um den deutschen Fußball findest du hier >>

Werbung

Ältere Artikel

Erste Klub-WM der Frauen: Katar als Gastgeber?

Es klingt absurd, aber es stimmt: Katar hat sich als Gastgeber für die erste Klub-WM…

14. Januar 2026

Aus der Slowakei: RB Leipzig verpflichtet nigerianisches Top-Talent

RB Leipzig hat sich im Transferpoker um einen nigerianischen Nachwuchsspieler durchgesetzt. Die Roten Bullen verstärkten…

13. Januar 2026

Im Sommer ablösefrei: Juventus an Ex-Barça-Verteidiger dran

Juventus Turin ist in der laufenden Saison einer der Favoriten für die Meisterschaft. Nach fünf…

13. Januar 2026

Trotz Absage: Klopp weiter ein Kandidat bei Real Madrid?

Die Entlassung von Xabi Alonso bei Real Madrid hat große Wellen in der Welt des…

13. Januar 2026

Wenige Stunden vor Anpfiff: Nächstes Bundesligaspiel abgesagt

Die anhaltenden Witterungsbedingungen in Deutschland haben auch die Bundesliga weiterhin im Griff. Eine für den…

13. Januar 2026

„Mehrere Wochen“: SC Freiburg lange ohne Stamm-Verteidiger

Der SC Freiburg muss länger ohne Stamm-Innenverteidiger Philipp Lienhart auskommen. Der österreichische Nationalspieler fällt verletzungsbedingt…

13. Januar 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.