Maja Hitij/Getty Images
Pascal Klemens ist seit 2015 Herthaner durch und durch. Als Zehnjähriger wechselte er in die Nachwuchsakademie und kämpfte sich durch die Jugendmannschaften bis in den Profikader vor. Sein Bundesliga-Debüt feierte der Defensivspieler im Mai 2023. Er stand in 59 Pflichtspielen für die erste Mannschaft auf dem Platz, erzielte zwei Tore und bereitete drei Treffer vor. Aufgrund einer schweren Sprunggelenksverletzung verpasste er die komplette Hinrunde der aktuellen Saison. Klemens kommt in dieser Saison bislang nur auf fünf Einsätze in der zweiten Bundesliga.
Lange Zeit sah alles nach einem Abschied aus. Der Vertrag von Klemens lief im Sommer 2026 aus und die Berliner wollten unbedingt mit ihrem Eigengewächs verlängern. Doch die Verhandlungen zogen sich über Monate hin. Ein Angebot im Herbst 2024 hatte Klemens zunächst abgeblockt. Wechselgerüchte zu Bundesligisten wie Stuttgart oder Werder Bremen kursierten in den Medien. Auch der FC Getafe zeigte laut der „BILD“ großes Interesse. Hertha-Trainer Stefan Leitl hatte öffentlich Klarheit gefordert und den Defensivmann sogar mehrmals aus dem Kader gestrichen. Doch nun die Wende: Der Rechtsfuß entschied sich bewusst für den Verbleib und unterschreibt einen neuen Vertrag bis 2028.
„Ich bin seit elf Jahren hier, mehr als mein halbes Leben“, erklärte Klemens emotional. Schon als Fünfjähriger saß er auf dem Schoß seines Vaters im Olympiastadion und träumte davon, für Hertha zu spielen. Trotz der schweren Verletzung und der mühsamen Rückkehr kämpft er sich zurück. „Meine Geschichte bei Hertha fängt gerade erst richtig an. Ich habe noch viel vor und unerfüllte Träume“, betonte er. Sportdirektor Benjamin Weber zeigte sich ebenfalls glücklich: „Passi ist Herthaner, und bleibt ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft.“
Jetzt, da die lang ersehnte Klarheit da ist, dürfte der 21-Jährige bereits am Sonntag (13:30 Uhr) beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf das erste Mal nach vier Wochen wieder im Kader stehen.
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