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Zum Ende der Sommer-Transferperiode kamen Gerüchte auf, dass Tim Handwerker den 1. FC Nürnberg noch auf den letzten Drücker verlassen könnte. Allen voran Absteiger Bremen galt als interessiert. Dabei ist der Linksverteidiger seit seiner Ankunft vor zwei Jahren eigentlich unumstritten, hat seither 72 Pflichtspiele für den Club absolviert. Auch aus der aktuellen Stammelf von Robert Klauß ist Handwerker nicht wegzudenken. Ein Wechsel sei daher ohnehin „nie ein Thema“ gewesen.
Dass Handwerker in Nürnberg hinten links unumstritten ist, hängt vor allem mit der fehlenden Konkurrenz auf der Position zusammen. Sowohl Eigengewächs Linus Rosenlöcher als auch Neuzugang Kilian Fischer (kam von Türkgücü München) sind keine gestandenen Zweitliga-Spieler. Anders als Handwerker. Der U21-Nationalspieler geht 2017 aus der Jugend von Bayer Leverkusen zum 1. FC Köln, lässt sich später nach Groningen verleihen. Beim Verein aus der Eredivisie ist er in der Saison 2018/19 absoluter Stammspieler, absolviert 34 Partien und steht dabei stets in der Startelf. Als man in Köln anschließend dennoch keine Verwendung für ihn hat, greift Nürnberg zu.
Denn nach vorne ist der 23-Jährige oft ein Aktivposten und macht seine Seite mittlerweile auch häufig dicht. In Sachen Torgefahr und Effizienz hat Handwerker allerdings Nachholbedarf. Obwohl mit hoher Geschwindigkeit ausgestattet, kommt er im Club-Dress bis dato erst auf vier Torbeteiligungen. Viel zu wenig, gerade angesichts der Tatsache, dass nach dem 5. Spieltag aus dem Spiel heraus kein Zweitliga-Profi mehr Flanken geschlagen hat als Handwerker. Insgesamt 23 an der Zahl. Doch allzu oft fehlt es seinen Hereingaben an Präzision.
„Natürlich waren die ersten zwei Jahre auch nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. Umso positiver, dass die aktuelle Entwicklung so ist. Jetzt hoffe ich, dass wir diesen Lauf so beibehalten können und dann werden wir sehen“, sagt Handwerker in „Bild“. Als Tabellenfünfter ist Nürnberg im Unterhaus zurzeit schließlich sowas wie die Mannschaft der Stunde. Nur eines der letzten 16 Pflichtspiele (2:5 gegen den HSV) hat man verloren, mit nur drei Gegentoren stellen die Franken die ligaweit beste Defensive.
Neun Punkte bedeuten sogar Nürnbergs besten Start in eine Zweitliga-Spielzeit seit der Aufstiegssaison 2000/01. Ungeachtet dessen ob es mit der erhofften Rückkehr ins Oberhaus klappt, steht Handwerker einer vorzeitigen Vertragsverlängerung offen gegenüber. „Wir haben schon gesprochen. Ich fühle mich hier wohl und wir sind in einem guten Austausch. Mal schauen, was die Zukunft bringt.“
Ein Sommerwechsel sei für den gebürtigen Bergisch Gladbacher (Vertrag bis 2022) jedenfalls nie in Frage gekommen. „Als ich davon gelesen und gehört habe, kam das für mich eigentlich ziemlich überraschend. Denn es stand nie wirklich zur Debatte und war für mich auch nie ein Thema.“ Somit wird Handwerker die linke Seite weiterhin in Nürnberg beackern und weiterhin versuchen, offensiv mehr Durchschlagskraft zu entwickeln.
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