Thomas Stamm fordert einen Sieg von seiner Elf. (Photo by Matthias Kern/Getty Images for DFB)
Dynamo Dresden steckt nach der 1:3-Niederlage in Düsseldorf wieder mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Drei Spieltage vor Saisonende wird die Lage im Tabellenkeller enger, weshalb Trainer Thomas Stamm vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern deutliche Worte an sein Team richtet. Der Coach macht klar, dass Leistung und Mentalität in der Defensive in Düsseldorf nicht den eigenen Ansprüchen entsprachen.
Stamm betonte vor der Partie, dass es seiner Ansicht nach manchmal hilfreich sei, „einen auf den Deckel“ zu bekommen, weil eine Mannschaft dadurch wachgerüttelt werde. Nur absolute Topteams bräuchten diesen Effekt nicht, so seine Einschätzung. Besonders unzufrieden war der Schweizer mit der Arbeit gegen den Ball: Es habe an Sprints, Intensität und Aggressivität gefehlt, vor allem in der Defensivorganisation und im Gegenpressing. Der Trainer hob hervor, dass es um Wachsamkeit, Verantwortung und mehr „Galligkeit“ gehe und kündigte an, dass diese Punkte innerhalb der Mannschaft in dieser Woche klar und deutlich angesprochen worden seien.
Die personellen Änderungen wollte Stamm nur bedingt als Ursache gelten lassen. Nach zwei Spielen ohne Gegentor mit dem Duo Julian Pauli und Friedrich Müller hatte er Abwehrchef Thomas Keller nach dessen Zwangspause direkt wieder in die Startelf beordert. Im Rückblick räumte er ein, dass die Gegentore zwar auch mit Keller in Verbindung stünden, sah den Hauptgrund aber nicht in mangelnder Abstimmung, sondern in einer insgesamt zu schläfrigen Mannschaftsleistung in Düsseldorf.
Interessant ist für Stamm die Parallele zur Vorsaison: Auch damals hatte die SGD kurz vor einem großen Ziel – damals im Aufstiegsrennen – einen herben Rückschlag hinnehmen müssen, konnte anschließend aber dennoch feiern. Der Trainer sieht die Ausgangslage nun als ähnlich an und betont, dass Dresden den Klassenerhalt weiterhin selbst in der Hand habe und mit einem Sieg gegen Lautern einen großen Schritt machen könne. Trotz der sportlich angespannten Situation bleibt das Umfeld vergleichsweise ruhig. Die starke Rückrunde und die bisherige Entwicklung unter Stamm sorgen dafür, dass Hektik ausbleibt. Der Trainer erklärte, je mehr Vertrauen in die handelnden Personen vorhanden sei, desto ruhiger wirke die gesamte Situation. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, sich auf dieser Ruhe auszuruhen – die Mannschaft müsse die positive Grundstimmung nun mit Leistung auf dem Platz bestätigen.
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