FC Schalke 04

Schalke-Vorstand Jobst spricht über die Bedeutung des E-Sports

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Der FC Schalke 04 zählt zweifelsohne zu einem der fortschrittlichsten und innovativsten Vereine in der Bundesliga. Als einer der ersten Vereine in Deutschland gründete der Revierklub eine eigene E-Sport-Abteilung. Nur der VfL Wolfsburg hatte schon vor den Königsblauen einen professionellen FIFA-Spieler unter Vertrag. Neben der Aufgabe, das Engagement im E-Sport weiter voranzutreiben, dürfen die Verantwortlichen jedoch das Kerngeschäft nicht aus den Augen verlieren. Marketing-Vorstand Alexander Jobst hat im „Handelsblatt„-Interview jetzt über den digitalen Wandel und die Ziele im E-Sport-Bereich gesprochen.

Jobst: „Ein effizienter und kostenüberschaubarer Weg“

„Der Fußball wird beim FC Schalke 04 mit 153.000 Vereinsmitgliedern immer das Kerngeschäft bleiben“, stellt Jobst klar. Jedoch sei es die Aufgabe der Verantwortlichen, die Expansion voranzutreiben, neue Geschäftsfelder zu erschließen und dort wirtschaftlich erfolgreich zu sein. „Wir möchten auf der Einnahmenseite die direkte Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg im Fußball so gering wie möglich halten“, erklärt der 44-Jährige weiter.

Zu Beginn soll Schalke einen hohen sechsstelligen Bereich investiert haben. Hinzu kommen noch jährliche Kosten im sechsstelligen Bereich, die sich laut Jobst aber über Preisgelder, Sponsoren-Einnahmen und Medien-Partnerschaften selber tragen. Im Fokus steht grundsätzlich jedoch nicht der mögliche finanzielle Gewinn, sondern die Internationalisierung des gesamten Klubs und der Aufbau einer Reichweite.

Jobst begründet dies wie folgt: „Wir haben die unglaubliche Popularität des E-Sports erkannt. In Asien und den USA ist er extrem beliebt, beides sind Kernmärkte unserer Internationalisierungsstrategie. Dort sind E-Sports über digitale Wege ein effizienter und kostenüberschaubarer Weg, Reichweite aufzubauen und die Marke international zu platzieren.“

Darüber hinaus erreiche man eine komplett neue Zielgruppe in einer jungen Generation, die man über das Kerngeschäft international weitaus herausfordernder erreichen könne. Die große kommunikative Aufgabe sei es dabei, zu vermitteln, dass Fußball das Kerngeschäft ist und bleibt.

Erlöse sollen auch in Zukunft dem Kerngeschäft zugute kommen

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, stand dem E-Sport bislang äußerst skeptisch gegenüber. Jobst ist sich dennoch sicher, dass sich auch der große Rivale von Schalke in naher Zukunft Gedanken über das neue Segment und Geschäftsfeld machen wird. Für den Marketing-Fachmann ist es wichtig, auch oder gerade als Traditionsverein innovativ zu denken und neue Wege zu gehen.

Eine konträre Position des E-Sports zu der Marken-Identität von Schalke sieht er indes nicht. Der Erfolg rechtfertige derweil bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Entscheidung für das langfristige Engagement. Ziel sei es gewesen, nach drei Jahren zu amortisieren. Da man das bereits vorzeitig erreicht hat, streben die Verantwortlichen nun an, dass in den kommenden drei bis fünf Jahren zehn Prozent der Vermarktungs-Erlöse aus dem E-Sport kommen.

Die wirtschaftlichen Erlöse, versichert Jobst, sollen auch in Zukunft dem Kerngeschäft zugute kommen. Lediglich den Aufwand, den man betreiben muss, um im E-Sport international konkurrenzfähig zu sein, werde man leisten.

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