FC Schalke 04

Trotz Dzeko-Hype: Schalke braucht „Topleistung“ gegen Kaiserslautern

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Über einen Monat ist inzwischen vergangen seit dem letzten Heimspiel in der Veltins-Arena. Am Sonntag um 13.30 Uhr endet die lange Wartezeit und beim FC Schalke 04 steht alles im Zeichen eines besonderen Nachmittags. Erstmals nach der Verpflichtung von Edin Džeko empfängt der Tabellenführer der 2. Bundesliga den 1. FC Kaiserslautern. Die Euphorie ist groß, doch Trainer Miron Muslic mahnt zur klaren Fokussierung.

Schalke: Džeko ist ein Target Player

„Am Sonntag ist es nicht Edin Džeko gegen Kaiserslautern, sondern Schalke gegen Kaiserslautern“, stellte der Cheftrainer auf der Pressekonferenz unmissverständlich klar. „Wir werden alle brauchen – auch Edin.“ Der neue Stürmerstar wird gegen den FCK im Kader stehen: „Edin ist gesund und Edin ist fit.“ Nach einer Fußverletzung zu Jahresbeginn habe ihn lediglich ein „klassischer Stempel auf das Fußgelenk“ gebremst. Inzwischen sei der 39-Jährige voll belastbar und habe zusätzliche Einheiten absolviert.

Jedenfalls fand Muslic klare Worte, sportlich wie menschlich. „Wenn man den Namen hört, dann kommt sofort die Verbindung mit Toren, mit Box, mit Präsenz“, sagte er. Džeko sei „ein Target Player, der die letzten 20 Jahre auf allerhöchstem Niveau performt hat. Ein Champion in Deutschland, England und Italien.“ Er habe  „das Herz am richtigen Fleck und beide Füße am Boden“, so Muslic, der findet, dass Dzeko „wunderbar“ zum Verein passe.

„Sind als Mannschaft gefordert“

Der Hype um Džeko ist spürbar da. Doch ist wichtig für Muslic: „Es geht nicht darum, dass Edin Schalke zieht. Wir müssen als Mannschaft diesen Schritt nach vorne machen.“ Ein Name verändere nicht automatisch alles: „Ein Spielerprofil verändert nicht die ganze Statik. Wir sind als Mannschaft gefordert.“ Gerade mit Blick auf die torlose Partie gegen Hertha BSC, weiß der Coach, dass die Königsblauen an den offensiven Bemühungen arbeiten müssen.

Gegen Kaiserslautern hat man die Heimstärke, doch braucht Muslic „eine Topleistung“ von seiner Mannschaft, um die Aufgabe zu bestehen. „Man muss sich nur die Tabelle anschauen“, so der 43-Jährige, der „sehr viel Qualität“ im Team von Lautern sieht. Dass das Spiel in der heimischen Veltins-Arena stattfinden würde „vor große Probleme stellen“.

Hiobsbotschaft um Leonard

Umso bitterer ist die schwere Verletzung von Dylan Leonard. Das 18-jährige Talent hat sich während des Trainings am Sprunggelenk verletzt und wird lange fehlen. „Leider eine sehr, sehr schlechte Nachricht für uns und eine unglaublich bittere Nachricht für Dylan“, sagte Muslic. „Er hat die letzten Monate extrem gepusht und war auf einem exzellenten Weg.“ Der Youngster sei bereits operiert worden und werde „die bestmögliche Unterstützung“ erhalten.

Bei Moussa Sylla zeigte sich der Trainer optimistisch: „Ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass Moussa ein Teil des Kaders ist am Sonntag.“ Damit hat Muslic mehrere Optionen in der Offensive. Ein Luxus, den er bewusst offenhält. „Es geht für mich nicht um Edin oder Moussa, Edin und Moussa. Viele Konstellationen sind möglich und das macht uns ein Stück weit unberechenbar.“

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