IMAGO / HMB-Media
Hertha BSC blieb zum Rückrundenauftakt gegen den FC Schalke 04 ohne Tor. Nicht, weil es an Möglichkeiten fehlte, sondern weil Loris Karius einen herausragenden Abend erwischte. Die Alte Dame dominierte weite Teile des Spiels, scheiterte jedoch immer wieder am Schalker Schlussmann.
Trainer Stefan Leitl brachte die Gemengelage nach dem 0:0 auf den Punkt: „Wir haben uns große Torchancen erspielt. Aber was Loris Karius heute gehalten hat, ist sensationell. Er ist momentan in einer unfassbaren Form.“ Einen Vorwurf wollte er seiner Mannschaft nicht machen: „Es war heute jemand im Tor, der unüberwindbar war.“
Karius selbst blieb trotz seiner Leistung bescheiden und erklärte, „mir wäre es lieber, wenn wir heute nicht meine, sondern die Schalker Leistung feiern“. Dass er überhaupt so oft eingreifen musste, lag an einer spielbestimmenden Hertha, die immer wieder gefährlich wurde. Auf der Gegenseite erlebte Marius Gersbeck einen ruhigen Abend. „Es war ein entspannter Arbeitstag“, sagte der Hertha-Keeper, der nur einmal nach einer direkten Ecke eingreifen musste. Dennoch: „Loris ist ein sehr, sehr guter Torhüter, und trotzdem hätte man ein, zwei Tore schießen können.“
Statistisch untermauerte Hertha die eigene Enttäuschung: mehr Abschlüsse, der deutlich höhere xGoals-Wert und eine starke Zweikampfquote sprachen für die Berliner. Leitl zog aber ein positives Fazit: „Ich bin mit der Leistung total zufrieden. Wir haben ein tolles Heimspiel gezeigt und müssen wahrscheinlich auch dieses Spiel gewinnen. Aber so ist Fußball, du bekommst nicht immer alles, was du verdienst.“
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