IMAGO / Jan Huebner
Das Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden und Hertha BSC wurde für 20 Minuten unterbrochen aufgrund von Fan-Ausschreitungen.
Bereits im Vorfeld wurde diese Partie als Hochrisikospiel eingestuft, den Höhepunkt erreichte es in der 19. Spielminute. Es ertönte ein lauter Knall aus dem Block der Berliner Fans und kurz darauf sind zahlreiche in gelbe und schwarze Ponchos vermummte Dynamo-Fans quer über den Platz gestürmt. Es wurde Pyrotechnik hin und her geworfen, ehe die Polizei dazwischen ging und eine Kette bildeten.
Inmitten des Chaos klauten die Fans der Dresdner eine Blockfahne der Herthaner und zündeten diese an, nachdem sie zurück in ihrem Block waren. Der gelbgesperrte Dresdner Kapitän Stefan Kutschke versuchte zu vermitteln, doch drehte wieder um. Die aktive Fanszene von Hertha BSC verließ das Stadion. Währenddessen wurde das Spiel unterbrochen und nach 20 Minuten wieder neuaufgenommen.
„Das ist in dem Moment sehr unwirklich. Das hat auf dem Fußballplatz überhaupt nichts zu suchen. Wir stehen alle ein Stück weit unter Schock“, sagte Dresdens Sport-Geschäftsführer Sören Gonther bei Sky. Auslöser soll „wohl ein Fahnenklau“ gewesen sein von Seiten der Dynamo-Fans. Der Verein distanziere sich „ganz klar“ von so einem Verhalten.
„Wir wollten ein tolles Topspiel zum Samstag sehen. Ausverkauftes Haus, über 30.000 Menschen da“, sagte Stephan Zimmermann, Geschäftsführer Finanzen bei Sky enttäuscht. „Die Realität ist leider, dass wir ungefähr 100 Menschen auf dem Platz gesehen haben, die sich Pyrotechnik entgegengeworfen haben.“ Es sei „vollkommen daneben“ und nicht das wofür man stehe.
Die erste Unterbrechung gab es bereits nach drei Minuten. Aus dem Berliner Block entstand nach dem Einsatz von Pyrotechnik und Feuerwerk sehr viel Rauch. Von den Dynamo-Fans wurde außerhalb des Stadions ebenfalls Feuerwerk gezündet.
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