3. Liga

3. Liga: AG Regionalliga-Reform mit zwei Modellen

Werbung

Es war die heißeste Sitzung des Jahres in der DFB-Zentrale. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach langen Diskussionen zwei Modelle zur Reform des Ligensystems erarbeiten lassen und den Verbandspräsidenten nun offiziell als Entscheidungsgrundlage vorgelegt. In einer intensiven Sitzung in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main wurden zwei unterschiedliche Konzepte für die zukünftige Struktur der Regionalliga vorgestellt. Ziel beider Varianten ist es, die vierte Liga neu zu ordnen und insbesondere die Aufstiegsregelung zu vereinfachen.

Kompassmodell vs. Regionen-Modell

Ein Modell wird als „Kompassmodell“ bezeichnet und findet in vielen Regionen sowie bei zahlreichen Fans bereits Zuspruch. Dabei sollen aus den bisherigen fünf Regionalliga-Staffeln künftig vier werden, wodurch die Anzahl der Viertligisten von 90 auf 80 reduziert würde. Die Zuordnung der Vereine zu den Staffeln soll jährlich mithilfe einer KI nach möglichst kurzen Fahrtstrecken erfolgen, um Reisebelastung und Kosten zu verringern.

Als Alternative steht das sogenannte „Regionen-Modell“ zur Debatte, das bei vielen Anhängern kritisch gesehen wird. Hier würde vor allem die derzeit sehr zuschauerstarke und medienwirksame Nordost-Staffel aufgeteilt, wobei die Ostvereine auf die Regionalligen Bayern und Nord verteilt würden. Dieses Konzept wurde maßgeblich von Verbandsvertretern aus Bayern, dem Westen, Südwesten und Norden vorangetrieben, während zahlreiche Vereinsfunktionäre dem Kompassmodell zuneigen. Am Ende der Beratungen blieben daher zwei konträre Entwürfe übrig.

Regionalligisten sollen abermals entscheiden

Im nächsten Schritt sollen alle Regionalligisten erneut eingebunden werden und eine Rückmeldung zu den beiden Varianten geben. Viele Vereinsvertreter hatten sich im Vorfeld bereits Stimmungsbilder aus ihren Klubs geholt, die mehrheitlich zugunsten des Kompassmodells ausfallen sollen. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei den Präsidenten der Landes- und Regionalverbände, die sich am Ende für eine der beiden Lösungen aussprechen müssen.

Dort wird noch einmal mit kontroversen Debatten gerechnet, zumal die Verbandsführungen aufgrund ihrer bisherigen Blockadehaltung im Reformprozess verstärkt im Fokus stehen. Fans und Klubs können nur noch indirekt Einfluss nehmen, indem sie öffentlich und intern für ihr bevorzugtes Modell werben. Für Vereine aus dem Nordosten birgt die Reform die besondere Gefahr, ihre beliebte und profilierte Regionalliga-Staffel in der jetzigen Form zu verlieren.

Nach aktuellem Stand soll das neue Ligensystem zur Saison 2028/29 eingeführt werden. Die dafür notwendige Qualifikationssaison ist für den Sommer 2027 vorgesehen.

Werbung

Ältere Artikel

Diarra-Fall beendet: FIFA einigt sich auf Vergleich

Ein jahrelanger Rechtsstreit mit potenziell weitreichenden Folgen für das internationale Transfersystem ist vorerst beendet: Die…

8. Juni 2026

Glazer-Familie denkt um: Manchester United vor nächster Eigentümerwende?

Bei Manchester United könnte sich im Hintergrund die nächste große Machtverschiebung anbahnen. Laut einem Bericht…

4. Juni 2026

Neustart an der Seitenlinie: Iniesta beginnt Trainer-Karriere

Andrés Iniesta hat sein erstes Kapitel als Cheftrainer aufgeschlagen: Der frühere Welt- und Europameister übernimmt…

2. Juni 2026

Eine Legende tritt ab: James Milner beendet seine Karriere

Ein echtes Urgestein der Premier League hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Im Alter von…

1. Juni 2026

Deutschland – Finnland Tipps, Prognose & Quoten | Freundschaftsspiel 31.05.2026

Deutschland bestreitet sein letztes Heimspiel vor der WM 2026 in Mainz – und nutzt die…

30. Mai 2026

PSG – Arsenal Tipps, Prognose & Quoten | Champions League 30.05.2026

Nach dem Ende einer über 20 Jahre langen Durststrecke in der Liga greift Arsenal nun…

29. Mai 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.