Mit Frederic Ananou und Patrick Ebert konnte der FC Ingolstadt in der vergangenen Transferperiode zwei Neuzugänge verzeichnen. Letzterer, bekannt durch seine Zeit bei Hertha BSC Berlin, erwägt nun sich langfristig an die Schanzer zu binden. Auch die Voraussetzungen für eine Bundesliga-Rückkehr seien in Ingolstadt gegeben, wie Ebert dem „Kicker“ mitteilte.
Ausgebildet in der Hertha-Jugend gelang dem gebürtigen Berliner 2006 der Sprung zu den Profis. Nach 148 Auftritten für die „alte Dame“ zog es Ebert 2013 nach Spanien zu Real Valladolid, wo er in zwei Jahren Primera Divison 21 Scorerpunkte auflegte. Es folgte ein Engagement bei Spartak Moskau, das nach einer Saison wieder beendet wurde. Ebert kehrte zurück nach Spanien. Für den Kult-Klub Rayo Vallecano bestritt er noch eine Saison in La Liga, ehe der Verein abstieg. Nach einem Jahr in Spaniens zweiter Liga beendete man den Kontrakt. Seit Sommer 2017 war der Mittelfeld-Allrounder nun vereinslos. Zwar soll es laut Ebert „etliche Anfragen gegeben haben“, die der 30-jährige jedoch „verstreichen ließ“, entschied sich letztlich aber für den FC Ingolstadt.
Nach einem schwierigen Saisonstart konnten sich die Schanzer unter Neu-Coach Stefan Leitl stabilisieren. Die Spitzenplätze sind in Reichweite, der Aufstieg das offen angesprochene Ziel. Ebert, der im Ingolstädter Trainingslager als Testspieler agierte, soll laut Leitl jedoch langsam an die Mannschaft geführt werden. Zu groß noch der Rückstand nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit. Ebert jedoch wusste schnell zu überzeugen. Nach Einwechslung beim Debüt gegen Greuther Fürth steuerte er direkt eine Vorlage bei. Am vergangenen Wochenende gegen Aue reichte es schon zu 36 Minuten Einsatzzeit.
Entsprechend positiv resümiert Ebert seine ersten Wochen bei den Oberbayern: „Ich fühle mich sehr wohl. Das ist ein super Klub.“ Ambitioniert blickt er nach vorne: „Die Voraussetzungen hier sind auf jeden Fall erstligawürdig.“ Gut möglich, dass der Kontrakt Eberts über den Sommer hinaus ausgedehnt wird. Doch für eine Bundesliga-Rückkehr gilt es für die Schanzer, Boden zum Relegationsrang gutzumachen. Zu Hause ist ist gegen den FC St. Pauli ein Sieg Pflicht. Vielleicht sogar mit Patrick Ebert in der Startelf.
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