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Am vergangenen Wochenende unterlag Hansa Rostock knapp mit 0:1 bei 1860 München. Cedric Harenbrock verfolgte das Duell von der Seitenlinie aus und blickt zurück: „Es war ein umkämpftes Spiel mit wenigen Torraumszenen. Für die Fans war es wahrscheinlich kein Leckerbissen. 1860 stand sehr tief, wir hatten über weite Strecken viel Ballbesitz, haben es aber nicht geschafft, daraus zwingende Chancen zu kreieren“, erklärte der Offensivspieler.
Im Anschluss ergänzte er: Am Ende war es ein chancenarmes Spiel, das durch den Elfmeter entschieden wurde. Amo hat es schon gesagt – eine billige Entscheidung. Das Thema Handspiel im Sechzehner ist immer schwierig. Wir hatten auch schon Situationen, die fragwürdig waren, bei denen wir vielleicht Glück hatten. Sowas gehört leider dazu. Trotzdem ist es bitter, wenn das Spiel so gegen dich entschieden wird und du mit null Punkten dastehst“.
Er machte allerdings auch deutlich, dass die Niederlage der Rostocker nicht alleine dem Schiedsrichter zuzuschreiben ist. „Unabhängig davon müssen wir uns aber auch an die eigene Nase fassen, weil wir offensiv zu wenig Durchschlagskraft hatten. Selbst ein 0:0 wäre für unsere Ansprüche eigentlich zu wenig gewesen.“
Der einzige Torerfolg der Löwen resultierte aus einem strittigen Elfmeter, welcher Teamkollege Ahmet Gürleyen im Nachgang als „billige Entscheidung“ bezeichnet hat. Cedric Harenbrock sieht die Situation ähnlich: „In der Situation war es aus meiner Sicht eine harte Entscheidung. Bei solchen Handspielen gibt es immer Interpretationsspielraum. Für uns fühlt es sich natürlich bitter an, weil es spielentscheidend war. Am Ende müssen wir die Entscheidung akzeptieren, auch wenn sie wehtut.“
Im Anschluss ergänzte er: „Ich finde schon, dass es bei uns in dieser Saison einige Entscheidungen gab, die ärgerlich waren. Aber man darf nicht vergessen, wie schwierig der Job als Schiedsrichter ist. In Echtzeit alles richtig zu bewerten, ist extrem anspruchsvoll.“
Aus diesem Grund hält der Offensivspieler die Einführung des Videobeweises aufgrund vieler Situationen „sicherlich sinnvoll – gerade bei klar spielentscheidenden Fehlentscheidungen“. Besonders dann hätte er sich „manchmal einen VAR gewünscht“. Jedoch sieht der 27-Jährige auch ein: „Der Fußball lebt auch von Emotionen, und Fehlentscheidungen gehören irgendwo leider dazu“.
„Es ist noch alles offen. Es sind noch genug Spiele und wir sind in Schlagdistanz. Klar ist aber auch: Wir brauchen wieder Siege, um oben dranzubleiben. Gerade die direkten Duelle wie gegen Essen, Cottbus oder Wiesbaden werden entscheidend sein. Wenn wir da punkten, können wir den Abstand verkürzen und vielleicht auch vorbeiziehen. Es wird bis zum Ende spannend bleiben“, findet der Linksfuß.
In der kommenden Partie geht es für Hansa Rostock gegen Rot-Weiss Essen. Cedric Harnebrock sieht ein ähnliches Spiel wie gegen München auf ihn zukommen. Aus diesem Grund erwarte er „viel Ballbesitz“ für Rostock. „Wichtig ist, dass wir uns nicht von einer bei Essen vielleicht etwas defensiveren Spielweise einlullen lassen. Wir müssen das Tempo hochhalten, den Gegner in Bewegung bringen und uns klare Torchancen erarbeiten“, ergänzte er dann.
Bevor Cedric Harenbrock im Sommer 2024 zu Hansa Rostock gewechselt ist, hat er sieben Jahre lang für die Mannschaft von der Hafenstraße gespielt. Aus diesem Grund „ist auf jeden Fall ein besonderes Spiel für mich“, meinte der Offensivspieler. „Sieben Jahre sind eine lange Zeit, und der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Die Hafenstraße ist ein cooles Stadion mit leidenschaftlichen Fans. Ich freue mich, einige bekannte Gesichter von damals wiederzusehen. Aber wenn der Ball rollt, geht es nur um drei Punkte für Hansa“, ergänzte er dann und machte so deutlich, dass seine Liebe zu seinem alten Klub mit dem Anpfiff keine Rolle mehr spielt.
Mit drei Punkten mehr als Rostock fährt Essen mit einem leichten Vorsprung im Aufstiegsrennen zum Ostseestadion. Theoretisch können am Ende beide Klubs in die 2. Bundesliga aufsteigen. „Ich schaue in erster Linie auf uns. Wichtig ist, dass wir erfolgreich sind und unsere Ziele erreichen. Welche Mannschaft am Ende hinter uns steht, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass wir unsere Hausaufgaben machen“, meinte der Offensivspieler.
Am Saisonende läuft der Vertrag von Cedric Harenbrock in Rostock aus. Dementsprechend könnte es sein, dass er eine Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse mit Hansa gar nicht als Spieler miterleben würde. Gespräche über ein neues Arbeitspapier hat es laut dem 27-Jährigen noch nicht gegeben: „Mein voller Fokus liegt jetzt auf der Saison und den kommenden Spielen. Alles Weitere wird man zu gegebener Zeit besprechen.“
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