Dennis Diekmeier und sein erstes Tor - Kein Spieler brauchte in der Bundesliga länger, ehe er jubeln durfte als der ,,Relegator", der hier im Trikot des SV Sandhausen in Lübeck zu sehen ist. Foto: Matthias Kern/Getty Images.
Warum eigentlich „Der Relegator“? Weil Dennis Diekmeier auch in der Relegation zur Bundesliga Meilensteine setzte.
Vier Mal trat er in Diensten des HSV und des 1. FC Nürnberg in den Entscheidungsspielen zwischen dem Drittletzten der Bundesliga und dem Drittplatzierten der 2. Liga an.
4-mal gehörte er zum Siegerteam – das ist Rekord.
Und den ersten Triumph schaffte Diekmeier zuerst als Zweitligist. Mit dem FCN kippte im Mai 2009 den Noch-Erstligisten FC Energie Cottbus (3:0 / 2:0) aus dem „Oberhaus“.
Nur ein Jahr später wehrten Diekmeier und „der Club“ den erneuten Abstieg gegen den Zweitliga-Dritten FC Augsburg ab. Dennis Diekmeier saß dieses Mal allerdings verletzt auf der Tribüne. „Das war hart“, verriet er später der SPORT BILD, „weil ich nicht eingreifen und nicht helfen konnte.“
Mit dem Hamburger SV erlebte er 2014 und 2015 in Fürth (1:1 / Hinspiel: 0:0, HSV weiter erstklassig dank der damals noch angewandten Auswärtstor-Regel) und in Karlsruhe (2:1 n. V. / Ausgleich in der 91. Minute) sicher mit die dramatischsten Entscheidungen, die die K. o.-Spiele boten.
„Der HSV war das Highlight meiner Karriere“, sagte Dennis Diekmeier BILD Hamburg zum Abschied.
2018 musste Diekmeier mit dem HSV dann doch aus der Bundesliga absteigen. „Das war das Schlimmste“, erzählte er im BILD-Interview, „am liebsten wäre ich beim HSV geblieben und mit dem Verein wieder aufgestiegen.“
In die Abstiegs-Saison 2017/2018 fiel auch der Torlos-Rekord des Dennis Diekmeier. Gegen den FC Augsburg blieb der rechte Außenverteidiger zum 182. Mal ohne Tor und holte damit den bisherigen Rekordhalter Markus Schuler (Hannover 96 und Arminia Bielefeld) ein.
Mit der folgenden Partie beim 1. FC Köln hatte er diesen wenig schmeichelhaften Bestwert dann für sich – und stand am Ende bei 203 Bundesliga-Spielen ohne Torerfolg.
Die Tormisere, die fast schon ein Running Gag in Hamburg war, beendete Dennis Diekmeier erst in Diensten des SV Sandhausen.
Goodbye, „Relegator“!
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