Bayern-Legende Lizarazu warnt: Dieses Risiko sollte Kompany gegen PSG vermeiden

Bixente Lizarazu, frühere Kult-Linksverteidiger des FC Bayern und Champions-League-Sieger von 2001, blickt vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain mit gemischten Gefühlen auf seinen Ex-Klub. Der 56-Jährige schwärmt zwar von der Offensiv-Power beider Teams, sieht aber klar, wo Bayern im Hinspiel zu viel Risiko gegangen ist. Aus seiner Sicht entscheidet sich der Einzug ins Finale an einem Punkt: Balance.
Offensiv bleiben – aber Räum nicht verschenken
Lizarazu hält nichts davon, dass Bayern im Rückspiel plötzlich „auf die Bremse tritt“. Beide Mannschaften leben von ihrem mutigen Angriffsfußball, und genau das habe das 5:4-Spektakel in Paris möglich gemacht. Gleichzeitig warnt er davor, erneut mit zu vielen Spielern gleichzeitig in der gegnerischen Hälfte zu stehen.
Sein Kernpunkt: Hinter der letzten Abwehrreihe dürfen nicht wieder riesige Räume entstehen, die Kvaratskhelia, Dembélé, Luis Díaz oder Olise bei Ballverlust gnadenlos nutzen. Bayern müsse im eigenen Ballbesitz besser abgesichert sein, das Gegenpressing sauberer greifen und insbesondere die Halbräume vor der Abwehr konsequenter schließen.
Defensive Details als möglicher Final-Schlüssel
Lizarazu sieht das Duell aktuell als Aufeinandertreffen der zwei formstärksten Teams Europas – und bewertet die Chancen als völlig offen. Für ihn ist klar: Wer seine Defensivfehler aus dem Hinspiel besser abstellt, hat den entscheidenden Vorteil. Einzelne Szenen wie Olises Treffer, bei dem der Torschütze vor dem Abschluss viel zu viel Platz hatte, dürften sich aus Bayerns Sicht nicht wiederholen.
Sein Rat an Kompany: weiter mutig nach vorne spielen, aber mit klaren Absicherungen hinter dem Ball, weniger unkontrollierten Vorstößen der Außenverteidiger und einer engeren Abstimmung zwischen Sechsern und Innenverteidigung. Bayern habe mit Olise, Díaz und Kane genügend Qualität, um PSG auch mit etwas weniger Harakiri-Offensive zu knacken.
- Lizarazu fordert von Bayern im Rückspiel vor allem mehr defensive Balance, ohne den Offensivfußball aufzugeben.
- Große Räume hinter der Abwehr und unkontrollierte Vorstöße sollen vermieden werden, um PSGs Konterstärke zu neutralisieren.
- Für den Franzosen entscheidet sich das 50:50-Duell vor allem daran, wer die Defensivfehler aus dem 5:4-Hinspiel konsequenter abstellt.



