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Wettbewerbe

Mostafa Mohamed kehrt nach wochenlanger Abwesenheit zurück – Nantes zieht Konsequenzen

Beim FC Nantes sorgt Mostafa Mohamed weiterhin für Unruhe. Der ägyptische Nationalstürmer war seit dem Trainingsauftakt am 24. Juni wochenlang unentschuldigt nicht auf dem Vereinsgelände erschienen und hatte damit für reichlich Kopfschütteln beim französischen Traditionsklub gesorgt.

Nach Angaben französischer Medien versuchte Nantes mehrfach, Kontakt zum 28-Jährigen aufzunehmen. Dem Angreifer sollen wiederholt Nachrichten zugestellt worden sein, in denen er zur Rückkehr aufgefordert wurde. Gleichzeitig machte der Verein deutlich, dass während seiner Abwesenheit kein Gehalt gezahlt werde. Dennoch blieb Mohamed den Trainingseinheiten fern.

Inzwischen ist der Stürmer allerdings wieder aufgetaucht. Wie die Regionalzeitung Ouest-France berichtet, absolvierte Mohamed am Mittwoch erstmals wieder eine individuelle Trainingseinheit. Von einer Rückkehr in den Profikader kann jedoch vorerst keine Rede sein.

Trainer Michel Der Zakarian stellte klar, dass der Angreifer bis zum Ende der laufenden Transferperiode mit der zweiten Mannschaft trainieren muss. Der Coach machte zudem deutlich, dass ein Spieler, der mehrere Wochen der Saisonvorbereitung verpasst habe, aktuell keine ernsthafte Option für die erste Mannschaft sei.

Für Nantes kommt das Theater zur Unzeit. Nach dem Abstieg aus der Ligue 1 befindet sich der Klub ohnehin in einer schwierigen Phase. Mohamed gehört zwar zu den bekanntesten Spielern im Kader und erzielte seit seinem Wechsel insgesamt 29 Tore in 136 Pflichtspielen, doch sein Verhalten dürfte seine Position innerhalb des Vereins deutlich geschwächt haben.

Hinter der längeren Abwesenheit wird ein Wechselwunsch vermutet. Nach dem Gang in die zweite Liga musste Mohamed offenbar erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen. Vieles deutet darauf hin, dass der Ägypter einen Abschied forcieren möchte. Konkrete Angebote liegen Nantes bislang jedoch nicht vor.

Auch der Verein zeigt wenig Interesse daran, den Stürmer kampflos ziehen zu lassen. Schließlich investierte Nantes vor einigen Jahren rund sechs Millionen Euro, um Mohamed von Galatasaray fest zu verpflichten. Eine ablösefreie Trennung steht daher offenbar nicht zur Diskussion.

So steckt die Situation derzeit fest: Mohamed scheint keine langfristige Zukunft mehr beim FC Nantes zu sehen, während der Klub auf ein passendes Angebot wartet. Bis dahin dürfte der 61-malige Nationalspieler seinen Platz vorerst bei der zweiten Mannschaft einnehmen – ein bemerkenswerter Absturz für einen Spieler, der noch vor wenigen Jahren als einer der Hoffnungsträger des Vereins galt.