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Sonstiges

Marokko startet mit Schützenfest gegen Kenia in die Frauen-Afrikameisterschaft

Gastgeber Marokko ist mit einem überzeugenden Sieg in die Frauen-Afrikameisterschaft 2026 gestartet. Die „Atlas Lionesses“ setzten sich in Rabat deutlich mit 4:0 gegen Kenia durch und übernahmen damit die Tabellenführung in Gruppe A. Zuvor hatte Algerien bereits einen 2:0-Erfolg gegen Senegal gefeiert, liegt aufgrund der schlechteren Tordifferenz aber hinter den Marokkanerinnen.

Vor heimischem Publikum machte Marokko von Beginn an deutlich, dass es nach der Finalniederlage gegen Nigeria bei der Afrikameisterschaft 2025 erneut um den Titel mitspielen möchte. Die Gastgeberinnen kontrollierten die Partie nahezu durchgehend und erspielten sich früh mehrere Möglichkeiten. Kautar Azraf, überraschend in der Startelf, sorgte ebenso für Gefahr wie Zineb Redouani, deren Abschlüsse das Ziel jedoch zunächst verfehlten.

Kenia setzte offensiv nur vereinzelte Nadelstiche. Für Aufsehen sorgte vor allem Terry Engesha, die mit einem spektakulären Versuch aus rund 40 Metern beinahe Marokkos Torhüterin Khadija Errmichi überraschte. Der Ball landete jedoch an der Latte.

Nach einer dominanten Anfangsphase fiel in der 20. Minute schließlich die verdiente Führung. Yasmin Mrabet spielte einen präzisen Pass in die Tiefe, den Sakina Ouzraoui eiskalt zum 1:0 verwertete.

Danach überschlugen sich die Ereignisse. Nur wenig später erhöhte Maryame Atiq nach einer Ecke von Azraf per Kopf auf 2:0. Marokko nutzte die Unsicherheiten der kenianischen Defensive konsequent aus und legte noch vor der Pause nach. Hanane Ait El Haj flankte auf Ibtissam Jraidi, die per Kopf zum 3:0 traf.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Gastgeber am Drücker. Erneut war Jraidi zur Stelle, als sie eine Hereingabe von Sanaa Mssoudy verwertete und mit ihrem zweiten Treffer des Abends auf 4:0 stellte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung entschieden.

In der Schlussphase ließ Marokko Ball und Gegner laufen, wechselte mehrfach durch und blieb dennoch jederzeit Herr der Lage. Kenia versuchte zwar, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, kam aber nicht mehr entscheidend vor das Tor.

Mit dem deutlichen Erfolg setzen die Marokkanerinnen gleich zu Beginn der Endrunde ein Ausrufezeichen. Die nächste Aufgabe hat es allerdings in sich: Am kommenden Spieltag wartet das Nordafrika-Duell gegen Algerien, das ebenfalls erfolgreich gestartet ist. Kenia hingegen muss gegen Senegal punkten, wenn die Hoffnung auf das Viertelfinale am Leben bleiben soll.

Für Marokko war der Auftakt jedenfalls ein Statement – und ein erster Schritt auf dem Weg zum erhofften Titelgewinn im eigenen Land.