1. FC Union Berlin

Fischer kontert Kruse-Kritik: „Habe nicht den Auftrag, Wünsche zu erfüllen“

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Kurz vor Transferschluss war Max Kruse durchaus überraschend von Union Berlin nach Wolfsburg gewechselt. In den ersten beiden Spielen für seinen neuen alten Arbeitgeber hat der 33-Jährige bereits einen Treffer erzielt. Die Gründe für den Wechsel bewerten Unions Trainer Urs Fischer und der Offensivmann allerdings unterschiedlich.

Fischer: „Bundesliga ist kein Streichelzoo“

„Das ist 1. Bundesliga, bezahlter Fußball ist kein Streichelzoo. Ich glaube, es ging vor allem um die Minuten, um seine Auswechslungen. Ich habe nicht den Auftrag, Wünsche zu erfüllen. Dass er da mit der ein oder anderen Entscheidung nicht zufrieden war, muss man akzeptieren und gehört dazu. “ So reagierte Fischer jetzt bei „DAZN“ auf die vorhergegangene Kritik seines ehemaligen Schützlings.

Denn Kruse hatte zuvor am Samstagabend im „ZDF- Sportstudio“ über die Hintergründe für seinen Wechsel gesprochen. „Für mich lief das zweite Jahr nicht mehr so wie das erste. Ich war nicht mehr so zufrieden wie im ersten Jahr. Das heißt nicht, dass das Verhältnis komplett zerbrochen oder schlecht war. Aber ich habe mir da etwas anderes vorgestellt.“

Kruse: „Man will immer bis zur letzten Minute spielen“

Von einem gänzlich zerrütteten Verhältnis wollte Kruse jedoch nicht sprechen. „Da ist aber kein böses Blut geflossen. Wir hatten die eine oder andere andere Ansicht.“ Auch sein Ex-Coach sieht die Beziehung zwischen den beiden weiterhin als intakt an. „Belastet? Das glaube ich jetzt nicht.“

Hintergrund: In seiner ersten Saison bei den Köpenickern war Kruse in 22 Liga-Partien lediglich neun Mal ausgewechselt worden. In der aktuellen Spielzeit nahm ihn Fischer in 23 Einsätzen dagegen bereits 18 Mal vorzeitig vom Platz. Für Kruse nicht wirklich nachvollziehbar: „Als Sportler will man natürlich immer von der ersten bis zur letzten Minute spielen.“ Er habe „einige Sachen nicht so verstanden, wie andere sie verstanden haben“.

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