Foto von: Lars Baron/Getty Images
Nach knapp einem halben Jahr ist Leonardo Bonuccis Ausflug in die Bundesliga auch schon wieder vorbei. Der Innenverteidiger schloss sich am Donnerstagabend Fenerbahce Istanbul an. Während seines kurzen Aufenthalts in Köpenick kam Bonucci wettbewerbsübergreifend auf gerade einmal zehn Einsätze. Dabei hatte man nie das Gefühl, dass der Italiener wirklich in der deutschen Hauptstadt angekommen war. Aber woran lag das?
Sicherlich dürfte die aktuelle Situation von Union Berlin nicht ganz unschuldig an Bonuccis schnellem Abgang sein. Die Berliner stecken tief im Abstiegskampf, was der Italiener aus seiner Zeit bei Juventus Turin nicht kannte. Das schlechteste Abschneiden dort waren zwei siebte Plätze zum Saisonende (2010/11 & 2022/23). Bei den Köpenickern dürfte sich Bonucci allein aufgrund seines Namens deutlich mehr Spielzeit erhofft haben. Diese erhielt er aber weder unter Urs Fischer noch unter seinem Nachfolger Nenad Bjelica.
Eigentlich hatte der 36-Jährige gehofft, in Köpenick viel spielen zu können, um die Chance zu bekommen, Italien bei der anstehenden EM zu vertreten. Dieses Ziel ist jedoch in weite Ferne gerückt, weshalb Bonucci nun in der Türkei die nötigen Argumente für eine Nominierung sammeln will. Doch es war für den Defensivspieler nicht alles schlecht in Berlin. In einer offiziellen Pressemitteilung hieß es vom Italiener: „Trotz der sportlichen Rückschläge war es eine außergewöhnliche Zeit für mich. Union ist wirklich ein spezieller Club, mit sehr viel Nähe und Zusammenhalt. Ich bedanke mich bei allen Unionern und wünsche ihnen nur das Beste für die Zukunft.“
Es lässt sich auch darüber spekulieren, ob sich Oliver Ruhnert bei der Verpflichtung eines solch großen Namens ein wenig von den Union-Wurzeln wegbewegt hat. Bisher stand man in Köpenick eher für bescheidenere Namen, die aber als kollektiv eine Wucht hatten. Genau von diesem Prinzip rückte man im Sommer ab. Das liegt sicherlich nicht an Bonucci selbst, sondern an Unions Führung – spielt aber vermutlich eine Rolle bei der Unzufriedenheit des amtierenden Europameisters.
Insgesamt endet das Kapitel Bonucci bei Union früher als erwartet und für beide Seiten unschöner als gedacht. Dennoch war die Trennung wohl das Beste für beide Seiten, weil keiner der beiden Protagonisten mit dem Ist-Zustand wirklich glücklich sein konnte.
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