DFB-Pokal

Nur drei Außenseiter weiter: Wenigste Pokal-Überraschungen seit 2009

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Eine altbekannte Floskel besagt: Der DFB-Pokal hat seine eigenen Gesetze. Jedes Jahr dürfen deutsche Fußballfans raten und staunen, wie viele Erst- und Zweitligisten in der ersten Runde des Pokals stolpern – doch in dieser Saison gab es so wenige Überraschungen wie seit 16 Jahren nicht mehr.

Nur drei Underdogs in Pokal-Runde zwei

Heimrecht für die Außenseiter, höherklassige Klubs in kleinen Stadien und für die meisten großen Vereine der Auftakt in die Pflichtspielsaison. Diese Konstellation hat in der Vergangenheit nicht selten zu Überraschungen in der ersten Runde des DFB-Pokals geführt. In der Saison 2014/15 gelang es gleich neun Vereinen, sich gegen einen vermeintlich überlegenen Klub durchsetzen – bis heute ein Rekordwert. Danach gingen die Underdogs teils auf weite Reisen. Das jüngste Beispiel ist nicht allzu lange her: In diesem Jahr schaffte es der damalige Drittligist Arminia Bielefeld sogar bis ins Finale.

Doch in dieser Saison blieben die großen Underdog-Geschichten in der ersten Runde weitestgehend aus. Seit Freitag wurden 30 der 32 Erstrundenspiele ausgetragen. Viele Erst- und Zweitligisten – nicht zuletzt Borussia Dortmund am Montagabend gegen Rot-Weiß Essen (1:0) – mühten sich zwar gegen Drittligisten und Amateure, gingen aber letztlich siegreich vom Platz. Nur drei Klubs schafften das Kunststück, sich gegen einen höherklassigen Gegner durchzusetzen.

So wenig wie seit 16 Jahren nicht mehr

Die größte Überraschung schaffte der Viertligist FV Illertissen, der im Elfmeterschießen Zweitligist Nürnberg ausschaltete. Auch Vorjahresfinalist Arminia Bielefeld konnte erneut überraschen und brachte als einzige Mannschaft einen Erstligisten zu Fall. Wieder einmal traf es Werder Bremen. Bereits im Februar warfen die Bielefelder den Nordklub aus dem Pokal. Zudem konnte Energie Cottbus nach einem 1:0-Sieg gegen Hannover 96 als einziger Drittligist in die zweite Runde einziehen. Ansonsten siegte in 27 Spielen – wenn auch teils knapp; siehe Köln, Hamburg, Schalke – der Favorit.

Dass nur drei niederklassige Klubs ihr erstes Pokalspiel gewannen, egalisierte einen Negativrekord. Letztmals in der Saison 2009/10 zogen lediglich drei Underdogs in die zweite Runde ein – nie waren es weniger. Damals konnten sich mit dem VfB Lübeck (gegen den Mainz 05) und Eintracht Trier (gegen Hannover 96) zwei Regionalligisten gegen einen Erstligisten behaupten. Die laufende Pokalsaison könnte damit die „unüberraschendste“ erste Runde aller Zeiten vorweisen.

Nächste Woche stehen die verbleibenden zwei Erstrundenspiele an. Die Supercup-Finalisten FC Bayern und VfB Stuttgart gastieren bei Drittligist Wehen Wiesbaden bzw. Zweitligist Eintracht Braunschweig. Auf dem Papier ist der Pokal-Auftakt für die beiden Erstligisten eine Pflichtaufgabe. Kaum jemand dürfte mit einer Riesen-Überraschung rechnen, doch – fünf Euro mehr im Phrasenschwein – der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze und Geschichten.

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