1. FC Union Berlin

Szene vor Köhn-Rot: Baumgart moniert „ein klares Halten“

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Nach einem 1:1-Unentschieden beim Duell zwischen dem FC Augsburg und Union Berlin, gab es für Steffen Baumgart Redebedarf. Der Berliner Trainer machte seinen Unmut über die Schiedsrichterentscheidungen rund um die Rote Karte von Derrick Köhn breit. Aus seiner Sicht wäre sein Spieler gar nicht vom Platz gestellt worden, wenn eine Szene davor abgepfiffen worden wäre.

Köhn fliegt nach Tritt vom Platz

Doch was ist passiert? In der 89. Spielminute wurde der Ball nach einer Ecke der Berliner von der Augsburger Verteidigung weit in Richtung Mittelkreis geschlagen. Dort stand Derrick Köhn als absichernder Unioner und wollte das Leder mit einem recht hohen Bein klären. Dabei touchierte er den heranrauschenden Samuel Essende im Gesicht und traf ihn an der Schulter. Nach wenigen Sekunden zeigte ihm Schiedsrichter Florian Badstübner die Rote Karte für dieses Vergehen.

In der an das Spiel anschließenden Pressekonferenz wurde Baumgart nach seiner Einschätzung der Szene befragt. Ihm ging es allerdings nicht um die Frage, ob Foul oder nicht. Laut dem 54-Jährigen sei Köhn „ein bisschen schlecht reingegangen, aber es war keine Absicht“. Dennoch sei der Platzverweis „in dieser Situation so, dass es gerechtfertigt ist“, so der Übungsleiter. „Ich glaube, der, der sich am meisten ärgert, ist Derrick“, ergänzte er noch.

Baumgart: „Klares Halten“

Auch wenn das Foulspiel in Baumgarts Augen unstrittig war, kritisierte er die Einschätzung des Schiedsrichters in der vorangegangenen Situation. Unmittelbar nach einem Eckball ist Unions Innenverteidiger Danilho Doekhi am Fünfmeterraum zu Fall gebracht worden. Laut Baumgart habe es sich um „ein klares Halten“ gehandelt. Er deutete an, dass Referee Badstübner die Szene falsch beurteilt hat, „weil Doekhi an den Ball kommt, wenn er nicht gehalten wird. Und Doekhi fünf Meter vorm Tor halte ich für eine gefährliche Aktion.“

Die Forderungen des Gästecoaches kommen nicht von ungefähr. Wenn der Schiedsrichter diese Situation zugunsten der Berliner gewertet hätte, wäre Köhn der Feldverweis erspart geblieben und Union hätte einen Strafstoß bekommen müssen. Der Ausgleich der Eisernen fiel jedoch auch ohne die Chance vom Elfmeterpunkt. Dennoch wird Steffen Baumgart sich ärgern: Auf Linksverteidiger Derrick Köhn wird er mindestens ein Spiel verzichten müssen.

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