Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04: Transfer-Missverständnis vor Rückkehr zu Ex-Klub?

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Eliesse Ben Seghir könnte Bayer Leverkusen wohl nach nur einem halben Jahr wieder verlassen. Die Rheinländer sind mit seinem Ex-Klub in Gesprächen über eine Leihe – eine Einigung hängt von einer entscheidenden Bedingung ab.

DFL-Regeln erlauben nur Rückleihe nach Monaco

Bayer Leverkusen hatte im Ende August 2025 viel Geld in die Hand genommen, um Eliesse Ben Seghir von der AS Monaco als Ersatz für Amine Adli zu verpflichten, der nach England gewechselt war. Der Marokkaner kostete die „Werkself“ eine beträchtliche Ablösesumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, hatte ihn Geschäftsführer Sport Simon Rolfes damals als „erstklassigen Techniker, ideenreich und clever im Dribbling und mit präzisem, öffnendem Passspiel“ beschrieben. Bislang konnte er beim Bundesligisten jedoch nicht überzeugen, auch aufgrund von Schambein-Problemen zu Saisonbeginn.

Ben Seghir kam für die Leverkusener wettbewerbsübergreifend lediglich zwölfmal zum Einsatz (viermal von Beginn an) und blieb ohne Torbeteiligung. Bayer 04 erwägt daher offenbar eine mögliche Leihe des gebürtigen Franzosen. Da der 20-Jährige in dieser Spielzeit jedoch bereits zweimal für seinen vorherigen Verein AS Monaco aufgelaufen war, kommt nur eine Leihe ins Fürstentum infrage. Gemäß DFL-Regularien darf „einem Spieler im Zeitraum vom 1.7. bis 30.6. des Folgejahres für höchstens drei Klubs eine Spielerlaubnis erteilt werden. In diesem Zeitraum kann der Spieler in Pflichtspielen von lediglich zwei Klubs eingesetzt werden.“

Derzeit verletzt: Einigung hängt von Ausfallzeit ab

Demnach darf Ben Seghir bis zum Sommer auf Leihbasis nur für die AS Monaco spielen. Die „Werkself“ ist einem Leihgeschäft mit seinem Ex-Verein aber nicht abgeneigt und befindet sich „Sky“ zufolge bereits in Gesprächen mit dem Ligue-1-Klub. Eine mögliche Einigung hängt aktuell aber vor allem von der Fitnesse des Offensivspielers ab. Der Linksaußen verletzte sich beim Abschlusstraining vor dem Afrika-Cup-Finale am Sprunggelenk. Wie lange er ausfallen wird, ist noch unklar. Laut Simon Rolfes wird Ben Seghir seinem Klub „erst mal“ fehlen. Bayer Leverkusen müsse nun „den Status quo der Verletzung abwarten, dann sehen wir weiter“, erläuterte der 44-Jährige gegenüber dem „Kicker“.

Sollte das Offensivtalent länger passen müssen, wäre eine Leihe wohl vom Tisch. Demnach hängt Ben Seghirs mögliche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte von der genauen Diagnose ab, die zeitnah erwartet wird. Anschließend können die Verantwortlichen der Monegassen beurteilen, ob sich eine Rückholaktion rentiert. Aus rein sportlicher Sicht wäre eine Leihe für alle Beteiligten sinnvoll, kam Ben Seghir in Leverkusen bisher nicht an der starken Konkurrenz in der Offensive vorbei.

Ben Seghir unter Hjulmand mit Reservistenrolle

Der Youngster kam mit vielversprechendem Potenzial in die Bundesliga, hatte aber Schwierigkeiten, sich an das physisch anspruchsvollere Niveau im Vergleich zur Ligue 1 anzupassen. Eine vorübergehende Rückkehr an die Mittelmeerküste könnte ihm mehr Eingewöhnungszeit verschaffen und sein Selbstbewusstsein stärken. Zudem setzte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand ihn meist nicht auf den Flügeln, sondern auf der Zehnerposition ein, die dem 20-Jährigen immer noch ungewohnt zu sein scheint.

Auf seiner bevorzugten Position auf der halblinken Seite ist hingegen Alejandro Grimaldo unangefochtener Stammspieler. Mit Malik Tillman, Martin Terrier oder Ibrahim Maza hat er viel Konkurrenz für die verbleibende Position hinter der Sturmspitze. Der im Sommer von Manchester City ausgeliehene Claudio Echeverri befand sich beim Double-Sieger von 2024 in einer ähnlichen Ausgangslage, was letztendlich zu einem vorzeitigen Leihabbruch führte.

„Natürlich ist es bei ihm so wie bei einigen anderen Spielern, dass sie gerne mehr Einsatzzeit hätten“, räumte Rolfes ein, sich der Situation Ben Seghirs bewusst. Deshalb soll schnellstmöglich Klarheit darüber herrschen, ob der Rechtsfuß die restliche Saison in Monaco verbringen wird. Für „Les Rouges et Blancs“ war der 20-fache marokkanische Nationalspieler in 85 Einsätzen an 23 Toren direkt beteiligt und weckte mit seiner Technik und Eins-gegen-Eins-Qualitäten das Interesse mehrerer Topklubs. In Leverkusen hofft man derweil, dass er sein enormes Potenzial auch für die „Werkself“ ausschöpfen und das hohe Preisschild sowie die langwierigen Verhandlungen rechtfertigen kann.

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